— ' 58 — dcr Rentabilität im Jntercsscnkrcisc der Arlbergbahn liegt. Nach neuesten Ermittelungen würde zudem der bestehende Anschluß in Bnchs, falls von dein angeregten Projekte abgesehen wird, ganz bedeutende und ungewöhnlich kostspielige Umbauten erfordern, ohne dadurch dem Ver- kehrsinteressc entsprechend und rationell zn werden. Unter diesen Umstünden liegt nach der Ansicht des Landtages dcr Schwerpunkt eines gedeihlichen Vorgehens besonders in dem Zustande- kommen einer genauen technischen Expertise. Eine solche würde vor- aussichlich die vermuteten Vorteile der projektierten Anschlußlinie nach Sargans sür die Arlbergbahn klarlcgen und damit das Zustandekommen des Projektes im Interesse von Oesterreich selbst empfehlen. Laut Berichterstattung des Eisenbahnkomitees in Vaduz nn den Landesausschuß vom 2t). April 1882 wurde von Seite des.österreichischen Handclsministcrs eine diesbezügliche Expertise in Aussicht gestellt, die aber bis jetzt leider nicht zustande gekommen ist. Der Landtag richtet daher an Seine Durchlaucht unseren Landcs- fürstcn die inständige Bitte: Höchstdcrselbe wolle in landesvätcrlicher Huld seinen mächtigen Einfluß zum Wohle seines Landes leihen und sich unter den obwaltenden Umstünden insbesondcrs dahin verwenden, daß zuvörderst eine genaue technische Expertise des genannten Projektes von Seite dcr österreichischen Regierung zustande komme." Dieser letzten Aktion des Landtages, in der Eisenbahn- frage folgte dann auch eine technische Expertise und am 18. November 1882 eine die Durchführung des gewüuschteu Pro- jektes ablehnende Antmort des österreichischen Handelsministe- riums in Wien. Der geringe Export Liechtensteins, heißt es in diesem Schreiben, habe für Oesterreich nicht die kommerzielle Bedeutung, um die Bahn über Balzers nach Sargnns zu führen. Die Ausführung des Projektes würde sich einschließ- lich der Erstellung einer neuen Rheinbrücke aus nahezu 2 Mil- lionen Gulden belaufen. Die Einmündung vvn Schaan nach Buchs habe zwar viel Mißliches an sich, aber diese Schwie- rigkeiten seien zu überwinden, lim jedoch etwelches Entgegen- kommen zu zeigen, werden einige in Liechtenstein zu machende Bauten in Aussicht genommen: So so.llen zur Sicherung der Bahn gegen die Maurer Rüfe Bauten im Kostenbetrage von 98,000 fl. gemacht werden; die Station Nendeln soll init einem Kostcnauswandc von 10,000 fl., die Station Schaan mit einem solchen von 20,300 sl. vergrößert werden. Diese in Aussicht genommenen Erstellungen sind abgesehen von der Vergrößer- ung des Stationsgebäudes in Schaan bis heute noch nicht zur- Durchführung gekommen.
        

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