— 53 — Auf eine Eingabe der fürstl. Domänenverwaltung beschloß der Landtag, die Hochjagd an, Seine Durchlaucht den Landesfürsten um den bisherigen jährlichen Pachtzins von 132 fl. neuerlich zu verpachten und zuzustimmen, daß einzelne dem Wildfrevel von Seite der Ausländer stark ausgesetzte und schwer zu überwachende Grenzgebiete an verläßliche Inländer iu Aftcrpacht überlassen werden. Ein Gesuch der liechteustein. Bahnbedieüsteten bei der Vorarlbergbahu wegen Erlassung der Erwerbung des österreich. Staatsbürgerrechtes veranlaßte den Land- tag zu folgender Resolution: „Der. Landtag ersucht die f. Regierung, daß dieselbe auf amtlichem Wege bei der österr. Regierung mit ihrem ganzen Einflüsse dahin wirke, daß im Falle die Vorarlbergbahn in österr. Staatseigentum übergehe, die liechtensteinischen Ange- stellten als solche in ihren Anstellungen verbleiben können, ohne das österr. Staatsbürgerrecht erwerben zu müssen." Di,e Bemühungen unserer Regierung hatten dann auch den gewünschten Erfolg. Dem Vorschlage der Regierung, dein sür das Unter- land angestellten landsch. Briefboten mit Rücksicht auf die Zunahme des postalischen Verkehrs während der Winter- monate einen Gehilfen auf Rechnung der Lnndeskasse beizu- geben, stimmte der Landtag zu. Ordentlicher Landtag vom 2». Mai bis 20. September 1882. Der Landtag bestand auf Grund der im Frühlinge dieses Jahres vollzogenen Neuwahlen und landesfürstlichen Er- nennungen') aus folgenden Mitgliedern: Christian Brunhart von Bnlzers; Wendelin Erni und ^'civer Bargetzi von.Triesen; Franz Josef Beck von Triesen- berg; Josef Anton Ammcmn, Pfarrer Josef Erni, Dr. Albert Schädler und Ferdinand Walser von Vaduz- Gebhärd Gantner i) Von, Landesfürstcn wurden ernannt: Psarrer Josef Erni von Vaduz, Gcbhard Gantncr von Planken und Franz Josef Kind von Bcndcrn. Die übrigen 12 Abgeordneten waren aus der Volkswahl her- vorgegangen. 4
        

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