lich großen Zimmer (4.10—4.30X4.90) sein eigenes Präfur- nium (Ofen) nachträglich bei i erstellt. Es blieb nichts übrig, als die Beheizung ins Atrium zu verlegen, fo fehr es auch gegen die Regel verstieß. Gegen Südwest legte- sich dem Atrium ein Raum von gleicher Länge mit diesem, aber nur 3.75 m breit vor, also schon über die Weite eines Korridors hinausgehend; ich möchte ihn auch keineswegs als solchen angesehen haben, vielmehr als eine von der ganzen Familie zur Sommerszeit benutzte Halle. Dadurch, daß die Türen ^ und 1 .in die Gemächer 6 und 8, zwei weitere (e und 6) ins Atrium und ins Freie führten, leitete dieser.Raum wie kein anderer im Hause den Verkehr der Bewohner auf sich, welchem Zwecke er vollständiger ent- spricht, als ähnliche Anlagen in den Villen bei Stahl >), bei Siblingen )̂ u. f. w., während sie die günstige Anordnung mit der gleichartigen Halle 2 im „Hause eines Vornehmen" )̂ in Brigantium teilt. Der Zugang zu dem mit einem regelrechten Hupocaust versehenen Wohnraume 9 erfolgte vom Atrium aus durch die Türe m, sein Präfurnium war aber nur von der andern Hausseite zugänglich, indem die Türe o nach 14 führte und durch p ins Freie. In der Türleibung in steckten zwei Tubuli, mit denen wahrscheinlich die ganze Wand zwischen 8 und 9 bekleidet war; im Hupocaust bestanden zwei piiÄ-s aus Tonplatten, die übrigen neunzehn aus Sandstein; die Gesamtzahl betrug 25. Der Umstand, daß so viele Teile von Pferdekummeten im Heizhaus 10 gefunden wurden, könnte den Schluß nicht zu gewagt er- scheinen lassen, es hätte derselbe Raum gleichzeitig als Ge- schirrkammer gedient; die Pferde konnten in 13, deren Wärter in 14 untergebracht sein, womit die Vorschrift Vitruo's befolgt wäre, den Pferdestall an die wärmste Stelle des Land- gutes zu verlegeu. Ihre Abtrennung vom übrigen Hause und die Leitung ihres Verkehres dem Freien zu ist zu deutlich, als daß man 
diese Hausseite auch noch für den Bedarf der Familie in Anspruch nehmen dürfte. Eine Erklärung des eigentümlichen Bonner Jahrbücher. Heft I.XII, 1878. -) Anzeiger für schweizerische Altertumskunde, Juli 1873. 2) Mitteilungen der Zentral-Kommission 1886, S. 72.
        

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