— 173 — Sprache lind in den Anfängen der lateinischen und französischen Sprache, sowie Geographie und Geschichte wurden-wieder auf- genommen und das Lernen auf diesen Gebieten ward eifrig fortgesetzt. Diesem seinem Lehrer gegenüber erwies sich der Schüler stets bescheiden,- ernst und dankbar, ebenso seinen anderen Lehrern, besonders aber Pöhln, dem er es zu danken hatte, daß sein Talent überhaupt und rechtzeitig entdeckt ward und er auf diese ruhmvolle Lebenslaufbahn geführt wurde. Zeitlebens blieb er demselben durch Wort und Tat dankbar und dehnte dies noch aus dessen Witwe aus. Einiges aus Josefs Jugend ist hier nachzutragen. Noch vor dem schulpflichtigen Alter beschäftigte sich der Knabe viel- fach beim Hausbau seines Onkels Johann (gewöhnlich nur Hans genannt) Rheinberger, dessen besonderer Liebling er war. Einst stieg er auf einer Leiter bis zum Hausdach empor und stürzte samt derselben herab, glücklicherweise auf eiuen unten befindlichen Sandhaufen, so daß er ohne Schaden davon kam bis auf eine ihm für sein ganzes Leben bleibende Narbe in- mitten der Stirne. Da er später wieder einmal auf die Un- glücksstätte gehen lvollte — er machte zum Behufe dessen gegen- über dem Vater eine unwahre Augabe — ertappte ihn dieser und unter seinem zürnenden Ausruf: „Ich will dir das Lügen austreiben!" sauste eine Salve nieder auf den fugendlichen Sünder, so wirksam, daß dieser von da ab nicht mehr log. Es war dies für Josef das erste und letzte so fühlbare Merk- zeichen väterlicher Gewalt. Im Herbste des Jahres 1844 konnte der Kleine dem Dränge, ein „Schulbub" zn werden, nicht mehr widerstehen, trotzdem der Vater nicht zugeben wollte, daß das kleine, fünfjährige Bübchen sich schon auf die Schulbank setze. Er trat in die Volksschule des Ortes ein und kam hier ganz gut vorwärts. In der Christnacht 1846 hatte er beim Gottesdienste die ihm noch ungewohnte neue Orgel zu spielen und bat den Vater, an seiner Seite zu bleiben, damit alles gut ginge und die Registrierung entsprechend besorgt werde, was so geschah. Seine Gedanken waren aber auch bei dem Christkindchen, von dem er die erbetene Gabe, eine Messe in „^clui^, erhoffte. Dem Esel des Christkindchens legte er abends Heu und etwas Salz
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.