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kein Mensch widersetzte. 
Die erste Anforderung war Geld mit Androhung des Todes, da sie 
in Eschen und Mauren 4 Bauern totgeschossen und viele Klassiert. Die zweite Forderung war 
un- sittlich, die Dritte nach Wein und allem anderen; Zu gleicher Zeit geschah auch der Ueberfall bei Valzers. Sie eroberten die Schanz auf Luziensteig 
im Flug, erbeuteten die Kanonen, Mannschaft und alles. Sie drangen in Bünden vor, verfolgten die Kaiserlichen. Eine 
Schlacht geschah wieder bei der Schloßbrllcke, eine vor 
der Zollbrücke und eine vor dem Stadttor zu Chur; alle zum Nachteil der 
Kaiserlichen. In Chur wurde der Eeneralstab und alles 
gefangen, samt Kanonen 
und Kassen. In kurzer Zeit war das ganze Bünderland eingenommen, weil viele Bündner 
auch französisch gesinnt waren. (Oesterr. General Auf- fenberg). , Am 1. 
Mai geschab wieder ein Angriff von den Kaiserlichen auf die Schanze an der Steig. Man wollte dieselbe hintergehen über den Ellberg nnd kam glücklich 
nach Fläsch. Die Franzosen setzten über den Rhein und kamen bei Valzers den Kaiserlichen in den Rücken und nahmen ein Bataillon gefangen, weil einige bestimmte Truppen über die Berge nicht sind zum Vorschein ge- kommen. Das verursachte hier wieder 
neue Furcht und Schrecken. Bei Feldkirch wurden alle Schanzen 
aufs Beste fundiert wie Lauf- gräben, von Tosters bis an 
den Tisner Berg gemacht, in der Ben- derer Au Schanzen und Laufgräben angelegt. Den 13. Mai versuchten es die Kaiserlichen unter General Hotze , noch einmal, die Schanze bei 
St. Luzisteig einzunehmen, und 
zwar also: die vorarlbergischen Scharfschützen gehen aus dem Montafon über die Berge bei tiefestem Schnee. Die jungen Lau- don und Bellegarde gehen über die Berge und kommen 
ins Prät- tigau und Engadin. Eine russische Kolonne unter Anführung des Generals Suwarow zieht 
nach Italien. General Hotze, ein gebo- rener Zürcher, und General Jellatschitsch belagern die 
Steig. In der Nacht zogen die Truppen nach Balzers. Als 
die Franzosen solches merkten, schössen sie ob Triefen über den Rhein herüber, von 12 Uhr nachts bis morgens, und 
machten also die Landstraße un- brauchbar, daß man mit allen Wägen mußte dem Berg nach pas- sieren. Nachgehends ging eine Truppe über den Ellberg, eine
        

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