- 105 — Scharfschützen besetzt war, allw? es 
am hitzigsten zuging. Einige setzten über den Schellenberg. 
Ein französischer Kommandant ging geradewegs mit einer Schwadron der großen Schanze zu; er wurde aber von einer Kanonenkugel getroffen, 
und so ward die Schanze gerettet. Es war Samstag, den 9. März. Da war wieder ein Scharmützel außer Planken beim 
Tobel zwischen den Franzosen und Kaiserlichen, das aber kaum 2 Stunden dauerte, und die Kaiserlichen 
flüchteten sich iiber den Berg und die Franken besetzten Planken. 
Jetzt geschah nichts mehr bis zum 22. März. Dieweil lagerten sich die Franken zu Nendeln und auf. dem Judenbüchel zu Eschen, auf dem Boyenbüchel 
das französische Freikorps. Am ersten Abend 
haben sich die Freikorps gelagert im Erasgarten, allwo sie in der Zeit viele Schweine und 
Vieh geschlachtet, auch alle Betten und Kleider in die Lager getragen. Alles Stroh wurde zu dem Lager gebraucht. Wohl 20mal wurde jedes Haus ausgesucht. Zuletzt mußten noch die Erdäpfel herhalten. Am Karfreitag war der 22. März. Da ging die 
Schlacht erst recht an. Am Morgen um 9 Uhr da wollten die Franzosen eine Schanze anlegen an den Grenzen Oesterreichs. Der General 
Je- latschitsch ließ ihnen solches abkünden und darnach mit Kanonen auf sie feuern. Da ging der Lärm an zu Berg und Tal. daß es ein Graus war anzuhören,' mit Kanonen wurde tapfer gefeuert ab den Schanzen, desgleichen die Franzosen. Die hatten 3 Kano- nen auf den 
Maurer Wiesen. Abwechselnd 
wurde diese Schlacht geführt bis abends 8 
Uhr; sowohl auf dem Schellenberg als im. Maurer 
und Tisner Wald, und beide Teile zogen wieder in ihre vorige Stellung zurück. Am Samstag, den 23. März um 19 Uhr nahm das Haupttref- fen seinen Anfang. Das 
ganze französische Freikorps ging über den Schellenberg 
und setzte mit Sturm über den 
Kapf, so daß man sie nur noch mit Steinen abzuhalten imstande war. Vom General ist ihnen versprochen worden, bis um 1 Uhr im Städtle Feldkirch zu sein. Sie wurden aber auf allen Seiten tapfer abgehalten, und zwar wunderbarlich auf Anordnung Gottes. Einige 
von diesen Truppen setzten über den Jllfluß bei Nofels. und 
zweimal sind sie den 
Fluß passiert, wurden aber 
mit Verlust zurückgedrängt.
        

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