- 100 — Meiningen, Altenstadt, Rankweil und Fresch ist sie schon sehr stark verbreitet. Auch zu Ruggell ist sie auch schon eingerissen. Eine unbekannte Krankheit; sie soll von den ungarischen Soldatenochsen ins Land gebracht worden sein. Man ist hier und da in der unteren Herrschaft mit Kreuz gegangen auf Eschen zum Hl. Mar- tinius. Auch wurden Sperren und Wachten aufgestellt. Die Pfarr- angehörigen, von Bendern wahlfahrten auch ins Avpenzell, die Eschncr gehen wiederum auf Nendeln. Die Krankheit nähert sich immehr mehr und ist wirklich schon im Dorf Ruggell eingerissen. Wieder hatte man 14 Tage Einquartierung. Vom Jahre 1797. Ein schlechter Winter war dieser nicht, we- nig Schnee, aber zuweilen Regen. Darauf folgte wieder ein später, kalter Frühling mit einem großen Heumangel, so daß das Klafter auf 33 fl zu stehen kam. Das Kanonieren dauerte am Rhein (nördlich vom Voden- see) ohne Unterbruch fort, so daß mans in hiesiger. Gegend hören konnte. Darauf folgte ein dreimonatlicher Waffenstillstand. Die Franzosen waren ins Tirol eingebrochen und standen schon vor Innsbruck. Der Landsturm ward aufgebeten und im April war Tirol wieder gerettet. Aber durch Körnten war Napoleon ins Innere Oesterreichs gedrungen und stand bereits in der Nähe von Wien. Da kam es zu einem vorläufigen Friedensschluß. Aber es wurde auf beiden Seiten zu neuem Kriege gerüstet. Dieser langwierige Krieg machte hierlands eine fürchterliche Teuerung von Roß und Vieh, so daß ein junges Stückle Roß um 363 fl. verkauft wurde. Einige junge Füllen sind um 100 fl.. Kühe um 80 bis 100 fl verkauft worden. Neuigkeiten gibts Hierlands auch viele. Nachdem Eschen und Gamprin, dann Schellenberg und Ruggell die Gemeinden verteilt haben, dann kamen wieder Vaduz und Schaan zu verteilen. Letz- tes Jahr ist bei uns die Ebene oder Malanser ausgereutet und zu Feld gemacht worden. Im anderen Jahr forderten die Herren von Bendern schon den Zehnten, welchen sie vom Fürsten (Grafen) erhalten haben. Auf Bitten haben sie hernach 2 Jahre den
        

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