— 76 — 1784. Dieser Hornung war rauh und 
kalt. Die Oesterreicher haben kürzlich publiziert, daß man in ganz Oesterreich nicht mehr darf dem Wetter läuten. Vom Frühling 1784. Dieser war rauh und kalt, es schneite noch 
immer, so daß man zuletzt noch 
großen Heumangel litt, denn es gibt bis Mai kein Gras; auch hat man bis Maien die Wein- gärten aufzurichten. Der 
Gampriner Handel ist jetzmal auf 
Augsburg geschickt worden an die Consulenten 
und ist auf 
den 15. April ein Urteil kommen, daß man die 
Wälder solle teilen können und das andere aber nicht. 
Auf dieses haben 
die Eschncr alle Eemeindeleute zu- sammenberufen und ihr Gutachten abgehört, 
und so ist man ein- hellig geworden, noch einmal zu appellieren. Manche haben wollen, daß man zwei Mann extra auf 
Wien schicken soll. Am 7. Mai ist mit Bendern und Eamprin ein Verhör gewesen wegen dem 
kleinen Zehnten, der von 
der Eschner Gemeinde ist gefordert worden an die Gemeinde Eamprin, aber nicht erhalten, 
da sie doch einen alten 
Brief samt einem Urteil von 
anno 44 bei sich hatten. ^ Ä Den 8. Mai dieses Jahres haben die Gemeinden Vaduz und Schaan 
ein Ansuchen gemacht an die 
Gemeinden Eschen und Gamprin wegen dem Bannriet. Weil die 
Gemeinde Eschen und Gamprin selbst in ihrer Gemeinde nicht mehr Übereins kommen, wollen sie auch von ihnen vollkommen 
geschieden sein, was abermal einen teuren und zugleich 
verspielten Prozeß abgibt, welches alles hernach 
in seiner Ordnung und 
Jahren solle gemeldet werden, und daran sind ebenfalls die Gampriner mit 
ihrem Prozeß schuld. Der ganze 
übrige Frühling war trocken und heiß, daß alles große Tröckne litt, es regnete den 
ganzen Frühling keinen Tag. Der 
Gampriner Handel ist wieder auf 
Wien geschickt worden. Im Mai war noch keine 
Traube geschossen, bis Ausgang Mai haben sie aber schon geblüht, 
Das scheint schier verwunderlich und ist bei vielen Jahren nicht erlebt worden, daß man im Mai hat können die Reben mit Band binden und blühende Trauben haben.
        

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