7l - Gemeindehändel 
anbelangt, so hat man den 
9. August wieder Augenschein mit den Gamvrinern gehabt. Die Landstraß muß jetzt ausgemacht werden. Jetzt kommt Bericht vom Herrn Kanz- leiverwalter 
zu Feldkirch, daß die 
Fuhr soll auf die Rod kommen. Die 
Vorgesetzten samt ihrer Obrigkeit 
der Herrschaft Vaduz haben sich vereinbart, und die Sache für gut erkannt 
und sind auf Feld- kirch gegangen, die Fuhr zu verteilen mit den Oesterreichern. Den Schaanern wurde erlaubt ein Kaufhaus zu bauen 
und sie haben ihre Fuhr 
mit österreichischer Männi ^, die Eschnerberger /̂g von Feldkirch bis Balzers zu fahren und es 
wurde beschlossen, daß niemand außer auß der Rod 
fahren soll bei Strafe. 
Auch soll alles Lommercium, was auf 
der Achse geht, in die Rod gehören, im ersten Jahr trifft es bei uns 7 oder 8 mal zu fahren. Die Nonnenklöster in Valduna und 
in Altenstadt sind auf- gehoben worden und die Sachen verlezidiert worden. Im Früh- jahr wurde der sogenannte landfürstliche Bettlerhof verkauft, wie auch der Eamanderhof zu 
Schaan, samt allen 
anderen Herschasts- gütern, so zu Schaan gelegen, welches alles die Bauern kauften und damit zugrund gingen. Vor etlichen 
Jahren ist auch das Schloß Eutenberg verkauft worden. Auch vor 2 Jahren wurde das Schloß Schattenburg ver- kauft samt den Gütern und das Hubhaus. In diesem Monat müssen wir die traurige Nachricht verneh- men, daß unser allseits gnädiger Landesfürst von Liechtenstein gestorben sei. Man hat hier Bestattnis gehabt und alle Tage ge- läutet. Im Herbstmonat wollte die Witterung wieder ersetzen, was sie den Sommer hindurch versäumt hat, mit Regen und Schnee. Am Samstag vor Martini fing es an zu lüften und zu regnen, auch zu donnern und blitzen, daß man vermeinte, die 
Welt müsse untergehen, und am Sonntag Morgen früh fing es an zu wettern, daß bis zur Kirchenzeit niemand mehr konnte durch Eschen gehen, denn es war von einem Haus zum andern 
ein Gewässer, daß man bis an die Knie waten mußte. Nach der Kirchenzeit mußre man Bretter über 
die Gassen und Gräben legen, daß man hinüber- konnte. Durchs Dorf hinauf konnte niemand mehr, 
man mußte
        

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