— 52 — man an aus dem Neiszaus der Hyänen, und daran, daß die großen Aasgeier plötzlich den liebgewordenen Fraß im Stiche lassen und aus die dornigen Büsche flüchten, wo sie zitternd dem Schmaus des Tyrannen zusehen. Jetzt ist für den Jäger der gegebene Moment! — Oder, ein zartes, liebliches Bild: wie beim Zurichten des Bades, tief drinnen in der Wüste, wo man lange, lange schon Keinen Vogel am Horizont ringsum ausge- nommen hatte, sobald das Wasser aus dem Schlauche in die Wanne quillt, flugs! eine Bachstelze geslogen Kommt, ganz zu- traulich wird, als 
wollte sie Grüße aus der Heimat bestellen, sich badet und dann wieder empfiehlt. O wunderbarer Tierinstinkt! — Oder: der Prinz beschreibt die ganz eigene Tonung des Tro- penlichtes, zumal der Wüstensonne, ganz anderer Art als unser Licht, mehr wie das Licht des Kinofilm, so bestechend und berauschend usw. usw. Wieder andere Bilder malt der Pinsel der ErzählerKunst, wenn der Prinz von seinen Reisen nach Indien, China, Japan und Nordamerika mitteilt. Wieder ist sein leibliches und geisti- ges Auge aufgeschlossen für alles. So schildert er meisterlich die erstaunliche Konbination von Handels- und Ausbeutegeist einer- seits, feinster psychischer Rücksichtnahme und Einfühlungsvermö- gen andererseits in der Kunst der englischen Kolonial-Macht. Welch ein Gewirre von Nassen, Völkern und Sprachen! Um ein Zurechtfinden fchier unmöglich zu machen, noch das Gewirre der Kasten mit ihren absonderlichsten Empfindlichkeiten. Wer wird, wer muß da nicht stolpern? Wie ein Labyrinth Kommt es ihm vor, oder wie das Gewebe der Spinne, Faden hin, Faden her, daß man sich verwickeln muß. Aber nein! Die englische Regierungskunst spielt die Spinne, sieht Kühl zu, wie eins aus das andere losgeht, toleriert das Spiel, nur wenn die Beute zu- sagt, stürzt sie los, greift zu, und faugt das arme Opfer aus. — Dann beschreibt wieder der Prinz die Fülle, Ueberfülle, den be-
        

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