— 51 - über dem Werke des Schöpfers. Wie er diese als Jäger und Majoratsherr auf feinem Besitztum an den Tag legte, davon hat uns der hochwürdige Professor Dr. Florian Kraus in einem feinen Feuilleton des Grazer Volksblattes (v. 1./IX 1929), fowie in einem Artikel der Iagdzeitung schöne Züge gebracht. — In die folgenden Jahre fallen verschiedene große Reisen, die er mit seinem Onkel, Prinzen Heinrich Liechtenstein, dem jüngsten Bruder seines Vaters, unternahm. Dieser hatte schon eine Reihe von ebenso Kühnen, wie planmäßigen Jagdexpedi- tionen nach Nordamerika und Afrika, bei persönlicher Leitung der Karawanen, zurückgelegt. Hochinteressante Tagebücher ge- währen Einblick. Jagdreisen waren es! Aber es ging nicht um die Masse, sondern um Seltenheiten, zumeist um Wild, das für die einschlägige Landschaft charakteristisch ist. So zog man nach Oberägypten, ins Sumaliland, nach Ostafrika. — Wie lebendig und anschaulich, wie malerisch und fesselnd wußte der Prinz davon zu berichten: von der Natur, wie von den Völkern, ihrer Kultur, ihren Sitten und Gebräuchen, von Flora, Fauna und den Jagderlebnissen. Für gar alles hatte er einen Klaren Blick und offenes Auge. Aus der Fülle des Mosaik nur ein oder das andere Steinchen: so erzählte er von den armen, zaundürren DinKa, die bei böser Trockenheit und damit gegebenem Tief- stand des Nil-Armes der Hunger derart plagte, daß sie sich nachts über eine von dem Prinzen erlegte und als Lockung für die Löwen ausgelegte Gazelle machten, sie ausweideten, sich gütlich taten und — sie verspeisten! — Oder vom magischen und mystischen Zauber der ägyptischen Königsgräber, die, damals größtenteils noch unberührt, unter der Hut der ewigen Sterne, den vieltausendjährigen Schlaf verträumten! — Oder, wie man es heute nennen würde, vom Terror, den der Wüstenkönig Leu in feinem Reiche übt, — der Prinz hat als Kühner Jäger eine Anzahl Löwen erlegt —, das Nahen des Furchtbaren nimmt
        

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