— 35 — Anspruchslos wie seine ganze Lebensweise war auch seine Erholung, die er vorzüglich auf der Jagd suchte. Dem Nachkom- men eines alten ritterlichen Geschlechtes lag die Vorliebe für das edle Waidwerk im Blut, das er nach allen Regeln des waidge- rechten Ittgeres betrieb, seine ausgedehnten Besitzungen boten dazu reichste Gelegenheit. Diese Freude am hohen Waidwerk war eine Seite seiner großen Liebe zur Natur, seine für alles Schone empfängliche Seele fand an freundlichen Landschaften ein unerschöpfliches Gefallen; noch im letzten Jahre seines Aus- enthaltes in Liechtenstein ließ er sich in die Berge fahren und mit dankbarer Freude erzählte er in seiner schlichten, prägnanten Art von den Schönheiten der Bergwelt. Die feine Beobachtung der Natur war eine hauptsächliche Quelle, aus der sein hochentwickel- ter Sinn für Linie und Farbe hervorging. Diese warme Hin- neigung zur Natur führte ihn zur Pflege der Gartenkunst, im Parke von Eisgrub entstand eine einzig dastehende Gartenanlage, die selbst die berühmten englischen Parkschöpfungen übertrifft, zahlreiche Kommunen erhielten Wald- und Wiesenkomplexe zur Schaffung von Parkanlagen, die auf den fürstlichen Besitzungen errichteten neuen Weganlagen umfassen eine Länge von 3500 Km und erforderten einen Kostenaufwand von sechs Millionen Fran- ken, weitere Subventionen von zusammen drei Millionen Fran- ken wurden für Straßenzüge und Touristenwege ausgegeben, die uicht im Bereiche der fürstlichen Domänen liegen; vielfach ließ der Fürst in Gegenden, die seine besondere Zuneigung gewonnen hatten, Kommunikationen aus eigenen Mitteln anlegen, so z. B. erbaute er in Ragusa eine prächtige Bergstraße und in Arbe einen Strandweg, die beide heute noch den Namen „Via ?rineipö I.ieelrteu8tein" tragen. Seine ausgebreiteten Kenntnisse umfaß- ten verschiedene Gebiete der Naturwissenschaften, beispielsweise zählte das Bestimmen von Pflanzen bis in sein hohes Alter hin- ein zu feinen bevorzugten Studien. Zur praktischen Auswertung
        

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