— 33 - landwirtschaftlich betriebenen Flächen 45 000 Ka, an forstwirt- schaftlich betriebenen Flächen 139 000 Ks umfaßten und sich in mehr als 600 Gemeinden, 40 politische und 70 SteuerbezirKe auf- teilten, bot mit den zahlreichen Betrieben mannigfachster Art und mit den Tausenden von Beamten lind Arbeitern ein weites Feld sozialer Vetätigung, aus dem der Fürst seine patriarchalische Auf- fassung von seinen Rechten und Pflichten als Gutsherr zur Gel- tung brachte. Diese Verwaltung verlangte ein vollgerütteltes Maß von Arbeit Die landwirtschaftlichen Betriebe wurden aus den veralteten in neue Betrisbsformen übergeführt und zuw. Teile mustergültig ausgestaltet. Die Förderung, die die Land- wirtschaft durch den Fürsten erfuhr, faßt Hofrat Lauche in seiner oben erwähnten Gedenkrede in die Worte zusammen: „Was der Fürst an Einzelleistungen für die gesamte Landwirtschaft, an Beitragsleistungen für die Errichtung landwirtschaftlicher Schu- len und Versuchsanstalten, an landwirtschaftliche Vereine, an für die Landwirtschaft fo notwendigen Straßen- und Bahnbau- ten, für einzelne bedürftige, in Not geratene Kleine Landwirte in feiner langen Regierungszeit auszuweisen hat, ist unübersehbar." Ebenso wurden auch die forstwirtschaftlichen Betriebe auf die Grundlage einer moderne Betriebsführung und einer möglichst rationellen Auswertung gestellt. Das 1898 gegründete Forst- und Iagdmuseum in Mährisch-Außee enthält in sechzehn Sälen reiche Sammlungen aus dem Gebiete des Waldbaues und Forst- schutzes, der Forstzoologie und Jagd, Modelle, Geräte, Maschinen, prähistorische Funde, Mineralien- und Gesteinssammlungen so- wie Produkte der Forstindustrie aus den fürstlichen Gütern. Seinen Angestellten war der Fürst ein gütiger und gerechter Herr. Es ließen sich zahlreiche Züge des fürstlichen Edelmutes berichten, der sich persönlich um erkrankte Angestellte Kümmerte, für ihre Pflege sorgte, den Hinterbliebenen eine menschenwür-
        

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