- 29 - Gießkunst verloren gegangen. Der Fürst wurde auf den be- dauerlichen Umstand aufmerksam gemacht, daß Keiner von den böhmischen Magnaten für die Stifung der Gruppe zu haben wäre; seine humorvolle Antwort war, er habe auch „etwas Grundbesitz" in Böhmen und wolle die Gruppe gerne dem Pra- ger Museum schenken, nur dürfe es uicht bekannt werden. Diese UneigennützigKeit, die nur die Sache wollte und jeden per- sönlichen Anteil ablehnte, war für alle seine Schenkungen be- stimmend, ob Museen bereichert, der Druck und die Herausgabe monumentaler Publikationen ermöglicht oder soziale und Kari- tative Aufgaben erfüllt wurden, die Gaben bekamen den Stempel des Eigenartigen. Persönlichen, sie wurden den besonderen Ver- hältnissen des Beschenkten, dem typischen Zwecke der Kunstin- stitute angepaßt und durch diese Aufmerksamkeit dem Beschenk- ten doppelt erfreulich und wertvoll. Von den wichtigsten Kunst- stätten in den Ländern der ehemaligen Monarchie, die seiner freigebigen Hand ihre Förderung verdanken, erwähnen wir: In Wien die Akademie der bildenden Künste, das Kunsthistorische Museum, die Moderne Galerie, das Historische Museum der Stadt Wien, die Genossenschaft der bildenden Künste, das Oesterreichische Museum für Kunst und Industrie, die Landes- bildergalerie in Linz, das SteiermärKische Kulturhistorische und Kunstgewerbemuseum am Iohanneum in Graz, das Städtische Museum in Bogen, dem das aus fürstliche Kosten wiederherge- stellte Schloß Velthurns geschenkt wurde, die Museen in Prag, Brünn und Troppau, das Museum der Stadt Straßburg sowie verschiedene Museen des Auslandes, wo sich der Fürst gerne auf- hielt, namentlich jene von Venedig. Sie erhielten Bilder aller Malepochen, die vorhandenen Bilderbestände wurden entweder ergänzt oder es wurde der Grundstock für neue angelegt, den Schenkungen an Gemälden wurden solche der graphischen Kunst
        

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