- 26 - finanziellen Aufwendungen für die Erstellung und Restaurierung einer erstaunlich hohen Zahl von Kirchen und Kapellen in seinem Fürstentum und auf seinen Domänen, die 38t) Patronate umfaß- ten, feine freigebige Hand öffnete sich für die Unterstützung sast zahlloser Kirchlicher Neubauten und Renovationen, für die An- schaffung liturgischer Geräte und Gewänder in den Ländern der früheren österreichischen Monarchie und weit darüber hinaus. Mit der Erledigung der finanziellen Seite betrachtete er seine Aufgabe noch nicht völlig gelöst, seine hochstehende Kenntnis der Kirchlichen Baustile nahm bestimmenden Einfluß auf die Bau- pläne, die in der Mehrzahl aus die großen Vorbilder aus der Romanik und Gotik eingestellt wurden, sein geläuterter Kunst- geschmack ordnete bisweilen die Ausgestaltung bis ins Kleinste Detail an, die Schenkungen an Kirchlichen Bildern und Gegen- ständen trugen den Charakter liebevoller Aufmerksamkeit, die Gabe an das Kircheninventar fügte sich harmonisch in den Rah- men der bedachten Sakralbauten ein. Das Buch über die innigen Wechselbeziehungen des Fürsten Johannes zur religiösen Knnst wird nie abgeschlossen geschrieben werden, es wird ein Torso bleiben. Die Art seines SchenKens war still und unauffällig, sie wollte nichts von äußerer Anerken- nung wissen, in seiner selbstlosen Bescheidenheit war er den Bau- meistern der mittelalterlichen Dome gleich: Sie begruben ihre Namen mit den Fundamenten ihrer Kathedralen. Wiederholt wurde eine Parallele zwischen der Kunstfördern- den Tätigkeit des Fürsten Johannes und jener des früheren deutschen Kaisers Wilhelm II. zu ziehen versucht, die aber von vorneherein eine Entgleisung genannt werden muß. Die Wilhel- minische Aera begann mit einem schwächlichen Aufwärmen der verschiedenen historischen Stile, um nach drei Jahrzehnten un- sicheren Herumtastens in einer verfehlten Monumentalität zu
        

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