— 21 - aufstrahlenden Kunstlebens, das von mächtigen Regenten ein- sichtsvoll beschützt wurde. Zur Zeit der Fürsten Karl I., Hans Adam, Anton Florian, Josef Wenzel von Liechtenstein feierte die Barockkultur unter der Aegide der Habsburger ihre größten Triumphe, Oesterreich wurde führend auf dem Gebiet der Archi- tektur, der Malerei, der Musik, der Dichtkunst, alle Kulturele- mente vereinigten sich zu einem glanzvollen Rahmen um den österreichischen Kaiserhof, dem die Liechtensteinischen Fürsten als Diplomaten und Feldherren dienten und dessen Kultur in ihrem Hause eine starke Resonanz fand. Aus diesen günstigen Voraussetzungen einer alten, alle Ge- biete des menschlichen Geistes umfassenden Pflege hervorgegan- gen, von der Vorsehung mit glänzenden Anlagen und großem Reichtum ausgestattet, von der Gunst einer sorgfältigen Erzie- hung vorbereitet und zutiefst vom religiösen Gedanken durch- leuchtet sollte sich das Leben des am 5. Oktober 184V im Schlosse zu Eisgrub geborenen Prinzen Johannes, des erstgeborenen Sohnes des Fürsten Alois II. und der Fürstin FranzisKa, zu edel- ster Geisteskultur und historischer Größe auswirken. Es wurde ein Leben von seltener Köstlichkeit, das die universelle Schau einer tieswurzelnden Tradition zu persönlicher Wertung ver- dichtete, die große Linienführung dieses reichen fürstlichen Le- bens ging aus in dem Kult der Linie, in dem Wunder des Lichtes, in der Harmonie der Farbe, sie wurde zu einer stets steigenden Kurve der «ariw8 SMialis, zu einer tätigen Predigt der gött- lichen Menschenliebe. Der Name des Fürsten wird mit der Förderung der Kunst im 19. Jahrhundert unzertrennlich verbunden bleiben. Im Liech- tensteinischen Fürstenhause hatten Künste und Wissenschaften feit je eine liebevolle Heimstätte gesunden. Während im Allgemeinen die Erwerbung von Bildern, Plastiken und Kunstgewerblichen
        

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