— 20 - Ich erfülle damit eine Pflicht meines dauernden persönlichen Dankes, ich habe das Vertrauen des hochseligen Fürsten und seine Giite in reichem Maße erfahren. Als Fürst einer langen Ahnenreihe, in der das Statische und Patriarchalische, das Dynastische durch Generationen hin- durch als Basis eines Konservativen Familien- und Vafallen- sinnes gehütet wurde, übernahm Johann II. die Tradition einer feudalen Kultur, die mit ihren Wurzeln tief in die Geschichte der Ostmark hinabreicht. AIs diese um die Tausendjahrmende den Babenbergern übertragen wurde, fanden sie in der Folge in den Liechtensteinischen Ministerialen im Kampfe um Christiani- sierung und Kolonisation getreue Vasallen, in den Kämpfen mit den Magyaren, Böhmen und Polen wurde die Ostmark zum Stützpunkt der deutschen Könige, sie hielt den anstürmenden Mongolenscharen stand, sie wurde der Wahrer der deutschen Einigkeit, das Herz und der Schild des deutschen Reiches — und hinter den Landesherren, den Babenbergern, den Hc-bsburgern, standen jahrhundertelang die Liechtensteine in traditioneller Treu, ihr goldrotes Banner wehte in den Kriegen gegen die heidnischen Preußen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, im Dreißigjährigen Krieg, in den Türkenkriegen des Prinzen Eugen von Savoyen, bei Austerlitz, Aspern und Wagram und in den Schlachten des jüngsten Weltkrieges, in dem zwei Neffen des Fürsten, die Prinzen Heinrich von Liechtenstein und Hein- rich von Bayern den Heldentod fanden. An der bedeutsamen geistigen und materiellen Kultur, welche von den Kulturzentren der Ostmark, von den durch die Babenberger errichteten Stiften ausging, nahmen die Mini- sterialen Geschlechter starken Anteil, die wurzelhafte Verbunden- heit mit der Geschichte des Stammlandes führte zur intensiven Pflege des in Oesterreich besonders zur Barockzeit wundersam
        

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