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- Die vom historischen Verein des Fürstentums Liechtenstein im Spätherbste 1928 und Frühjahr 1929 fortgesetzten Grabungen haben, wie an Hand des beigefügten Planes ersichtlich, zur Kenntnis eines rechteckigen, 26,5 zu 14 m messenden Gebäudes geführt, das anfänglich als das gesuchte römische Landhaus er- achtet wurde. Seine und des zwischen diesem und der Badeanlage befind- lichen Baues (?, wie der Umgebung eingehendere Untersuchun- gen haben dann zu, der erfreulichen Entdeckung der rechtsrhei- nischen römischen, das Fürstentum durchziehenden Straße ge- führt, die Chur mit Bregenz verband. Die nun bisher in Schaanwald aufgedeckten Baureste ge- hörten Nebengebäuden, dem Zubehör eines dort bestandenen römischen Gutshofes an, deren Anlage auffallende Ähnlichkeit mit der Anordnung der Nebengebäude eines 1914 in Alpnach- dorf aufgedeckten von P. Emm. Scherrer im ÎXXX. Hefte der Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich 1916 ver- öffentlichen römischen Landhauses aufweist. Das beim Dorfe Wo- nach, nahe der Brüningstraße gelegene römische Landhaus selbst gehörte der bekannten Art der Portikusvillen an. Die seitab angeordnete, dort als Ruine bezeichnete Baulichkeit dürfte, jedenfalls in ihrem älteren Bestände, eine Badeanlage gebildet haben, zwischen der und einem Wirtschaftsgebäude sich, wie in Schaanwald. ein Kleines, fast in gleicher Größe gehaltenes Ge- bäude befand, das P. Scherer dort als Keller erachtete. Merkwürdigerweise wurden an beiden Orten gerade in diesen vereinzelt stehenden Bauresten Geschirrscherben gesun- den, sodaß unwillkürlich der Gedanke an eine Küche auftaucht,
        

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