— 143 - aber des öfteren um ihren Bestand zu ringen wie eine Notiz des Kanonikus Fetz dartut! „Die Landes- oder sogenannte Realschule scheint nach den Landtagsverhandlungen viel Pech zu haben . . . Dr. Eraß hat nur eine „Bürgerschule" also nicht eine sogenannte Realschule gegründet.. Man war jedoch mit einer Bürgerschule nicht zufrieden und trieb die Sache im hohen Stile. Eine Menge Realschulfächer wurden in die Schulordnung aufgenommen. Na- turkunde im höheren Grade mit Physik, Botanik, Geschichte und Geographie (aber nicht von Liechtenstein) fremde Sprachen, 
fran- zösisch und auch italienisch wurden gewünscht. Damit war man noch nicht zufrieden, man 
wollte sich versteigen zu einem halben Gymnasium für lat. Sprache.. Ein tüchtiger Reallehrer wurde ge- funden, die Schlllerzahl stieg bis auf 30. Aber dieser Reallehrer solgte bald einem Rufe nach Deutschland. Im 3. Jahresbericht 1860/61 finden wir einen anderen Lehrer ebenfalls aus Deutsch- land. Die Schülerzahl ist schon auf 14 gesunken. Man 
sah sich ge- zwungen, von den früheren strengen Aufnahmsbedingungen Um- ganz zu nehmen. Dadurch war die Aufgabe des Lehrers erschwert. Diesem Lehrer folgte wieder ein Deutscher, ein eifriger und tüch- tiger Mann . . . Nach kurzer Zeit trat auch dieser Lehrer ab. Die Schülerzahl ward nicht mehr 
vermehrt, sie bezifferte sich mit der Zahl 12. Man kam endlich soweit, die Frage aufzuwerfen, ob die Landesschule noch fortbestehen soll oder nicht? (Liechtensteinisches Volksblatt, 1878 Nr. 4). In den späteren Jahren, besonders un- ter 
Reallehrer Ospelt, sah die 
Schule bessere Zeiten. Vorzüglich aber 
hob sich die Schule, als ein zweiter Gründer, Ingenieur Karl Schädler, zu Hilfe kam, welcher im Jahre 1908 zu diesem Zwecke 60 000 
Kronen stiftete. Sein Bruder, 
Dr. Albert Schädler, spen- dete 40000 Kronen für Haushaltungsschulen, Prälat Büchel wurde erster Direktor und Organisator der 
erweiterten Anstalt. Nach Entwertung dieser Kapitalien übernahm das Land alle Auslagen für diese segensreich wirkende Landesschule. Eine Se- kundärschule 
in Eschen trat im Jahre 1906 dieser Ländesschule zur Seite mit den nämlichen Zielen. Das Schulgesetz vom Jahre 1859 fußt wesentlich auf dem Gesetze vom Jahre 1822. Es beginnt mit den ernsten Worten!
        

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