- 18 - Am 5. Oktober 1928 Konnte Fürst Johannes in bewunderns- würdiger Frische des Geistes und Körpers den 89. Geburtstag feiern, am 12. November des gleichen Jahres das siebzigjährige Jubiläum als regierender Fürst, doch sollte dem Wunsche, mit dem der Hochwürdigste Bischof Dr. Antonius Gisler jene Gedenk- tage segnete, daß die göttliche Vorsehung, die sein Leben und Wirken geleitet nnd gesegnet, ihm noch lange Zeit leuchte, nur Kurze Erfüllung beschieden sein: die fallenden Blätter des Aller- seelenmonats wurden zum Symbol, die Menschheit verlor einen ihrer größten Wohltäter, das Fürstentum seinen väterlichen Re- genten, die Kunst ihren letzten großen Mäzen. Der 11. Februar 1929 setzte den Schlußstein hinter ein Leben von ungewöhnlich reicher sozialer und Kultureller Auswirkung. In Kurzen Intervallen verließen drei Fürsten im Reiche der Kunst die Erde, man erinnert sich der Worte Heines beim Hin- gang Goethes, der Tod sei in diesem Jahre plötzlich aristokratisch geworden, er habe die Notabilitäten dieser Erde besonders aus- zeichnen wollen, indem er sie gleichzeitig ins Grab sandte, um drüben im Schattenreiche eine Pairie zu stiften. Îes cZivux s'en vont . Ein Fürst in der Welt der Kunst war ?. Albert Kühn aus dem Orden des hl. BenediKt, dessen Habit ein Prinz unseres Fürstenhauses trägt, der die Altersgrenze des Fürsten Johannes noch überschritt und ihm wenige Tage in die Ewig- keit vorausging, eine der markantesten Gestalten in der mehr als tausendjährigen Geschichte des Benediktinerstiftes Einsiedeln, der sich in seiner monumentalen Kunstgeschichte ein bleibendes Denkmal seines universellen Geistes gesetzt hat. Einige Wachen später starb in Berlin, ebenfalls das biblische Alter überschrei- tend, der Generaldirektor der staatlichen Museen, Wilhelm von Bode. Die Berliner Museen haben dieser internationalen Auto- rität in der Kunstwissenschaft ihren besten Besitz zu verdanken,
        

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