— 118 — los zu machen. Bünden war auch im 
Augenblick entschlossen, nicht nur 
für sich, sondern die übrige Schweiz zu bezwingen. Ge- neral Bachmann, der vorher die Schweizer Truppen führte, nahm sich ihrer an, er wurde General über die ganze Schweizer Armee. Der Ausschuß aus Bünden und der oberen Schweiz gingen mit, und nach 
kurzer Zeit drangen sie durch die ganze Schweiz. Nach wenigen Scharmüzeln wurde überall die alte Schweizer Regie- rung (Verfassung) angenommen bis auf Bern und Waadtland. Diese widersetzten sich. Bachmann sagte ihnen aber, 
er sei nicht gekommen, mit der Schweiz zu 
kriegen, sondern ihnen ihre alte Freiheit wieder einzuführen, dann 
können sie sich selber eine Re- gierung wählen nach Belieben und 
wer also gesinnt sei. der möge die Hand erheben. Die Berner Regierung aber benachrichtigte hierüber ihren Vonaparte, und 
er schickte ihnen sogleich Hilfstrup- pen. Sobald 
die Franzosen anlangten, 
zog sich Bachmann zurück mit seinem Volke. Er wollte mit 
den Franzoseit Krieg führen. Die Franzosen nahmen 
wieder Besitz von der Schweiz. Die 
franzö- sische Regierung (Verfassung) wurde jetzt wieder eingeführt und die Landsgemeinde aufgehoben. Der Landammann Reding und Herr Zellweger von Trogen und andere wurden gefänglich nach Paris geführt. Jetzt wurde 
zu Paris ein 
Kongreß bestimmt. Da- bei sollen die Gesandten der auswärtigen Mächte auch Anteil neh- men. Mit 
größter Sehnsucht erwarteten biedere Schweizer Bür- ger den Ausgang. 18V3. Die Pfarrei Bendern oder deren 
Kollatur samt allem Lehngütern und Gesällen sind dem Fürsten von Nassau, Prinz von Holland für seine Kriegsentschädigung überlassen worden, und wirklich sind die Kommissäre hier angekommen und haben alles in ihre Gewalt genommen. Das Mariabild 
von Einsiedeln ist während 
der Zeit nach Bludenz geflüchtet gewesen. 
Jetzt ist es wieder in 
die Heimat über Rofenberg und Bendern geführt 
worden. In Bludenz und Feldkirch ist es mit 
Jubel aufgestellt worden. Das 
Domkapitel zu Chur wird der 
Schweiz überlassen samt allen Gesällen; auch die fürstliche (bischöfliche) Residenz. Güter
        

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