General Jellatschitsch den Stadtrat zu Feldkirch 
zu sich und sagt, daß er 
den schärfsten Befehl erhalten habe, von hier zu retirieren, und überließ Feldkirch 
dem Schicksal. Morgens vormittag gingen die Bürgermeister auf Eötzis und übergeben die Stadt freiwillig an die Franzosen. 
Derweil sind die Kaiserlichen über den Arl- berg 
retiriert, samt allem. 
Jetzt sind die Franzosen eingezogen. Man reichte ihnen anfänglich 
gleich 45V Louisdor, darnach nahmen sie ihnen 500 Salzfässer in Beschlag, wofür die 
Stadt 1500 Louis- dor bezahlen 
muß. Sonst weiters wurde nichts geraubt und die Franzosen hielten Mannszucht. Die Eschnerberger mußten den Franken eine Requisition auf Nendeln 
liefern: 95 Viertel 
Korn, 16 Zentner 
Brot, 10 Zenter Fleisch. Es wurden hier einige Mann einquartiert. Bei der Re- tirade der Kaiserlichen wurde die gedeckte Brücke bei Feldkirch abgebrannt, was die Kaiserlichen taten. Nach dem Ueberfall der Franzosen in Schwaben muß der schwäbische Kreis eine Kontribution zahlen 
mit 6 Millionen Fran- ken, 
item 100 999 Paar Schuhe, wovon es auf den Stand Vaduz betrifft. 187 Paar 
zu 2 fl 19 Kreuzer 
und 13 938 Franken macht 6494 fl. Am 1. September wurde wieder eine Natural-Requisition angeschrieben,- es trifft dem Stand 
Vaduz 78 Zenter 97 Pfund Kernen, 25 Zentner 
Roggen, 70 Zentner 
Heu. 42 Malter Haber, 25 Zentner Fleisch. Das 
beträgt 2435 fl. Den 24. September ist im Reich wieder eine Stroh-Requisi- tion angelegt 
worden, 20 000 Bund, uns trifft 
es 74 fl. Am 8. Oktober wurde in 
den 4 vorarlbergischen Herrschaften wieder eine Kontribution 
angelegt: 600 Malter 
Korn. 100 Och- sen,. 1200 Ellen blaues 
Tuch, 1009 Ellen weißes 
Tuch. 590 Ellen Futtertuch, 400 Ellen Leinen, Heu und Haber bis das Magazin voll sei. Die Herren Landstände haben die Reichsörtle auch in diese Kontribution gezogen, es trifft dem Stand 
Vaduz 7437 fl, item dem französischen General zu einem 
Douceur 24 Dublonen s^150 Thaler in Gold).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.