— 6 Zu Fürst Johann war auch die Fülle christlicher Cha- ritas uud Humanitären Sinnes. Seine reiche, mächtige Hand streute Wohltaten großen Stiles über Oesterreichs Krön- länder und weit darüber hinaus. Als ein großer Sama- ritan steuerte er der Krankheit, dem Kummer, der Not, der Armut. Die Armenhäuser, Spitäler, die er baute, sind zahlreich. Ebenso die Stipendien und Fonde, die er sür Kranke, Arme, Gebrechliche, sür Witwen uud Waisen, Lehrlinge, Blinde und Taubstumme gestiftet. War in ihm nicht auch die Fülle der Kunst? Wie der Not ein gütiger 
Samaritan, so war er der Kunst ein starker Mäcen. Eine große Reihe profaner Kunst- und Nutzbauten umsäumen seinen Lebenskreis. Schlosser und Burgen wurden gebaut und restauriert; darunter die mäch- tige, eindrucksvolle Burg Vaduz. Schulhäuser entstanden, Wasserleitungen wurden gelegt, Straßen gezogen. Beinahe so zahlreich wie die profanen sind die kirchlichen Kunst- bauten. Ein Kranz 
durchweg schön gebauter Kirchen und Kapellen, kirchlicher Denkmäler zeugt von der religiösen Höhenlage seines Geistes. Leben 
wir, so leben wir dem Herrn. Was Fürst Johann auf dem engeren Gebiete der Malerei getan, ist unvergleichlich. Die Liechtensteinische Gemäldegalerie in Wien gilt als die bedeutendste Privat- galerie des Kontinents. Im Wesentlichen 
ist sie die Schöp- fung von 
Johann II. Seine sonstigen Spenden von Kunst- sachen anSammlungen,Museen,Institute gehen ins Uferlose.
        

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