- 61 - Kunstliebenden Kreisen nahe zu bringen, stellt er als Freund und tätiger Förderer aller wissenschaftlichen Bestrebungen Gelehrten und Forschern die reichen Bestände der Bibliothek und die Ur- kundenschätze des liechtensteinischen Archivs zur Verfügung. Auf feine Anregung und mit seiner namhaften Unterstützung Kamen zahlreiche Werke der Geschichtsschreibung und der graphischen Kunst zustande. Wir nennen darunter das bereits angeführte, im Auftrag der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst herausgegebene groß- angelegte Werk von dem Generaldirektor der staatlichen Museen in Berlin, Geheimrat Dr. Wilhelm Bode „Die fürstlich Liechten- steinische Gemäldegalerie in Wien". Mit seiner Unterstützung war u. a. die Publikation des großangelegten Werkes von Dr. Max Lehr „Der deutsche, niederländische und französische Kupfer- stich im 15. Jahrhundert" möglich. Im Auftrage des Fürsten nnd des Grasen Hans WilczeK, des Wiederherstellers des präch- tigen Schlosses Kreuzenstein, erschien das mehrere Bände um- fassende Werk von Dr. Otto Viper „Oesterreichische Burgen" (Wien 1902), ein historisches Quellenwerk ersten Ranges sür die österreichischen Profanbauten aus dem Mittelalter, wie auch die Herausgabe des zum vierzigjährigen Negierungsjubiläum weiland Kaisers Franz Josef I. erschienenen Prachtalbums „Mährens Burgen und Schlösser" (1888) vom Fürsten bereitwillig gefördert wurde. Ein monumentales Werk über die Kunst- historische Forschung Mährens, in welchem Lande das Haus Liechtenstein einen Hauptteil seiner Besitzungen liegen hat, er- freute sich lebhafter Förderung von feiten des Fürsten, das vier- bändige, in fünfundzwanzigjähriger Arbeit zustande gekommene Werk „Die Markgrafschaft Mahren in Kunstgeschichtlicher Be- ziehung" von Hofrat August ProKov, Professor an der Technischen Hochschule in Wien (Wien 1894). Die Verdienste des regierenden Fürsten aus den verschieden- sten Gebieten der bildenden Kunst sind anläßlich seines fünfzig-
        

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