- 59 - Im Gutsbezirk Wilfersdorf, an dessen gleichnamigem Haupt- ort sich im 16. nnd 17. Jahrhundert die fürstliche Familiengruft befand, die später nach Wranau verlegt wurde, ließ der Fürst eine neue Spitalkirche für das von ihm dort neu aufgeführte liechtensteinische Pfründnerhaus erbauen. Ebenso verdient be- sondere Erwähnung die in Dobermannsdors im Gutsbezirke Ravensburg gelegene, neu erbaute Pfarrkirche sowie die neue gotische Kirche von Turnitz im Gutsbezirk Lundenburg. Vou den auf den böhmischen Besitzungen des Fürsten ge- legenen Kirchen, die den munisizenten Sinn Seiner Durchlaucht in besonderem Maße erfuhren, ragen hervor die aus dem 12. Jahrhundert stammende Patronatskirche von Tismitz auf dem Gute Planan, in den Gutsbezirk von Schwarz-Kosteletz einge- teilt, die dem Fürsten eine vollständige Renovierung verdankt, die Pfarrkirche von Key auf dem Gute Aurinowes, die aus einem ruinenhaften Zustand völlig renoviert wurde, der vom Fürsten Karl Eusebius gestiftetet.Kapuzinerkonvent in Rumburg, dessen Kreuzgang wesentlich mit fürstlichen Mitteln wiederhergestellt wurde, ebenso die Patronatskirche von Numburg, die größten- teils aus fürstlichen Mitteln neuerrichtete Pfarrkirche in Tho- migsdorf anf dem Gute Landskorn sowie die herrliche Dekanats- kirche in Landskorn, die in der Gemeinde Landsberg neu erbaute gotische Kapelle und die ebenfalls zum LandsKroner GutsbezirK gehörige Pfarrkirche von Nieder-Lichwe, für welche der Historien- maler Josef Mathias von TrenKwald, der monumentale Ge- schichtsbilder im Geiste der Nazarener-Schule schuf, im Auftrage des Fürsten ein großes Freskengemälde mit einer Darstellung des hl. Nikolaus malte. Im Altertum ging die Rede, daß jener Mensch nie ganz un- glücklich werden Könne, der die Zeus-Statue des großen griechischen Bildhauers Phidias gesehen habe, jenes monumentale Wunder- werk von Gold und Elfenbein im Tempel zu Olympia, geschaffen in der goldenen Zeit des Hellenismus, unvergleichlich in seiner
        

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