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es sich nm notwendige Renovationen oder Neuanschaffun- gen für das Kircheninventar handelte. Der Ruhm und die Krone der Wiener 
Kirchen ist der alt- ehrwürdige Dom zu St. Stefan, dessen Nestauratiou der Fürst mit bedeutenden Summen unterstützte. Er ließ die darin befind- liche Savoyensche oder Liechtenstein-Kapelle aus seinen Mitteln wiederherstellen, die vom Fürsten Hans Adam von Liechtenstein gestiftet und später als Begräbniskapelle der Mitglieder der Fa- milie Savoyen-Liechtenstein bestimmt wurde, wo u. a. auch der berühmte Feldherr Prinz Eugen von Savoyen, in einem pracht- vollen Sarkophag seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Die pracht- volle Kirche Marin am Gestade verdankt ihre Entstehung Jo- hann I. von Liechtenstein, dem Hofmeister des Herzogs Albrecht III. von Oesterreich, der durch seinen plötzlichen Sturz an der Vol- lendung des Baues gehindert wurde, dem jedoch das Recht des Erbbegräbnisses in dieser Kirche gewahrt blieb. Tatsächlich wurden hier, wie ausgefundene Grabplatten beweisen, die der regierende Fürst ankaufte und neu aufstellen ließ, Mitglieder des liechten- steinischen Hauses beigesetzt. Das schöne Grabmal Georgs VI. von Liechtenstein, des tapferen Begleiters des Kaisers Maximilian und des deutschen Landsknechtführers Georg von Frundsberg, ist in der MichaelerKirche ausgestellt und wurde vom Fürsten eben- falls einer Erneuerung unterzogen. In unmittelbarer Nähe des fürstlichen Majoratspalais 
befindet sich die MinoritenKirche, deren Restauration vom regierenden Fürsten mit einer großen Summe gefördert wurde, wodurch die gegen die Kirche gerichtete Front des Liechtenstein-Palais bedeutend gewann. Desgleichen nahm er Anteil an der Renovation der Kirche auf dem Kahlenberge, wie er überhaupt die Neubauten und Renovationen durch finan- zielle Unterstützung oder durch die Anfertigung der Pläne durch fürstliche Architekten förderte. In letzterer Hinsicht verdienen besonders genannt zu werden die 1899—1903 im rheinischen Uebergangsstil erbaute CnnisiusKirche im neunten Wiener Bezirk,
        

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