— 53 — Die Kunst „um Gottes willen", die in ihren Schönheitsge- setzen auf die letzte Schönheit zurückgeht und diese Ewige Schön- heit auch zum Inhalte ihrer Darstellung macht, stellt die höchste Kunst und höchste Kulturstufe dar, die ihren imposantesten Aus- druck in der Kirchlichen Baukunst gefunden hat. Doch nur dort findet diese eine würdige Pflege, wo das Kunstverständnis aus dem Goldgrund einer gläubigen Seele erblüht und deshalb dürfen wir wohl die Tätigkeit des Iubelfursten auf dem Gebiete der Kirchlichen Baukunst als die Krone seines Mäzenatentums be- zeichnen. An der Spitze der Ausführungen über die Tätigkeit Seiner Durchlaucht auf dem Gebiete der Kirchlichen Kunst gehören die unter seiner Aegide neuerrichteten oder renovierten Kirchen im Fürstentum genannt, allen voran die nach den Plänen des Dom- baumeisters Friedrich von Schmidt von dem fürstlichen Architek- ten BanKo gebaute gotische Kirche in Vaduz, deren feierliche Grundsteinlegung am 17. August 1869 und Weihe am 5. Oktober 1873 stattfand. Die prächtige, stilreine Kirche, mit den feinge- schnitzten Altären, dem Meisterwerk einer herrlichen Orgel und einem wundervollen Geläute, in der stimmungsvollen Umgebung einer schönen Gartenanlage gelegen, bildet die vornehmste Zierde von Vaduz und es ist nur zu wünschen, daß ihre weitere Innen- ausstattung sich harmonisch in den Rahmen des Gesamtbildes ein- füge. Die neue gotische Pfarrkirche in 
Schaan ist wesentlich durch die Munifizenz des regierenden Fürsten zustande gekommen, des- gleichen die am 11. November 1912 eingeweihte „Fürst Iohannes- Iubiläums-Kirche" in Balzers, im romanischen Stile gehalten, ein des genialen Verwirklichers der architektonischen In- tentionen des Fürsten, des nunmehr verstorbenen fürstlichen Ar- chitekten Gustav von Neumanu würdiges Werk, und die gleich- falls nach den Plänen Neumanns errichtete gotische Kirche in Ruggell. Darüber hinaus haben alle Kirchen und Kapellen des Landes die große Freigebigkeit Seiner Durchlaucht erfahren,
        

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