— 52 — nebenbei sei erwähnt, daß der Fürst seinem Geburtsorte Eisgrub stets ein munifizenter Gönner war und besonders die Bestrebun- gen der Gemeinde für die Anlage einer neuen Trinkwasser- leitung, den Bau eines Rathauses und Schulhauses mit allen Mitteln förderte. Das Eisgruber 
Schloß ist ein Meisterwerk der Architektur, in feiner heutigen Gestalt, im gotischen 
Renaissance- stil, aus den Fürsten Alois II. zurückgehend; seit dem 17. Jahrhundert ist.es die Sommerresidenz der liechtensteinischen Fürsten, mit prachtvoller Innenausstattung versehen, eine Kunststätte ersten Ranges, für deren Unterhaltung der regierende Fürst regste Sorge trägt. Von den weiteren mährischen Schlössern und Burgen, für deren. Erhaltung und Wiederherstellung der Fürst sich tatkräftig einsetzte, seien genannt die in der Nähe von Mährisch-Trübau gelegene Burg M-Cimburg, Burg Novnhrad bei Adamstal, Schloß Hohenstadt aus der zweiteu Hälfte des 15. Jahrhunderts» aus der Uebergangsperiode der gotischen Stil- periode in jene der Renaissance, das im Renaissance-Stil erbaute Schloß in Mährisch-Trübau, ob der glänzenden Hofhaltung und Pflege der schönen Künste, die hier einstens unter Ladislaus Welen von Zierotin blühte, das „Mährische Athen" genannt, auf dessen stilgerechte Wiederherstellung der Fürst sein besonderes Augenmerk lenkte, das Schloß Sternberg, das seit 1695 im Be- sitze der fürstlichen Familie ist und in den Jahren 1885 bis 1911 einer eingehenden Restauration unterzogen und durch neue Zu- bauten vergrößert wurde, das Schloß Jd'gerndorf in Schlesien und das aus der fürstlichen Domäne wieder ausgeschiedene Schloß Fischhorn im Pinzgciu, das der Fürst nach den Plänen des Dom- baumeisters Schmidt prachtvoll restaurieren und zum größten Teile neu herstellen ließ und das seither zu den sehenswertesten Schloßbauten Oesterreichs gehört. Unter den modernen Profanbauten, welche unter hochherziger Förderung Seiner Durchlaucht zustande Kamen, stehen an erster Stelle das Regierungsgebäude in Vaduz, ein im Stile der Spät-
        

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