- 44 - weite Kreise zog und der seine sittlichen Anschauungen in der herbschen Keusche und tiefen Kraft seiner Bilder zum imponieren- den Ausdruck bringt. Die Malerei der englischen Moderne und zwar jene Gruppe, 
die sich der Klassischen Richtung zuwandte, repräsentiert Laurenz Alma-Tadema mit einem Bild aus der altfränkischen Geschichte. Die warme Liebe, mit welcher der Fürst der Stadt Wien zu- getan ist, der er seine freigebige Hand bei den verschiedensten Gelegenheiten und in der hochherzigsten Weise össnete, 
zeigt sich auch in dem edlen Mäzenatentum, das Seine Durchlaucht gegen- über den städtischen Sammlungen an den Tag legte. 1894 schenkte er dem historischen Museum der Stadt Wien eine Sammlung von 35 Werken der Altwiener Schule, 1913 eine zweite mit 15 Gemälden neuerer österreichischer Meister. Ganz besonders 
zahlreich sind jene Schenkungen des Fürsten, welche oer neueren und neuesten Wiener Schule angehören. Wie sehr der Fürst Wert darauf legt, daß jeder Sammlung ihre Boden- ständigkeit erhalten und ihre Eigenart gewahrt und vermehrt werde, 
zeigt sich in offenkundiger Weise in den den städtischen Sammlungen gemachten Schenkungen, die er vorzugsweise mit den besten einheimischen Meistern vermehrte, womit er die An- regung zu einem weiteren Ausbau dieser Samlungen gab. Ein Teil der von Seiner Durchlaucht gewidmeten Bilder wurde im „Fürst Johann von Liechtenstein Zimmer" des Mu- seums untergebracht und die Stadt Wien hat ihrer Dankbarkeit gegen ihren munisizenten Gönner dadurch Ausdruck gegeben, daß in ihrem Auftrag der bekannte Porträtist John Quincy Adams ein Bild des Fürsten malte, ein Interieurbild in feierlich tiefer Tonart, das am 12. November 1998, am Tage des fünfzig- jährigen Regierungsjubiläums Seiner Durchlaucht, in Anwesen- heit des einstigen Landmarschalles von Niederösterreich, des Prin- zen Alois von Liechtenstein, durch den Bürgermeister Dr. Karl Lueger feierlich enthüllt wurde.
        

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