- 33 - hellenische und römische Kunst zurückgreift und ihr Bedeutendstes im Porträt bietet. Eine deutsche Künstlerin dieser Richtung ist die 1741 in Ehur geborene Angelika Kaufmann, die 1804 in Rom starb, wo sie mit Goethe bekannt geworden war. Ihre nach antiken und altdeutschen Motiven gemalten Bilder sind von weicher, heiterer Ausfassung. Der Fürst erwarb das Porträt des Königs Ferdinand IV. von Sizilien und seiner Familie. Romantik. Die Periode des Klassizimus wurde durch jene der Romantik abgelöst. Der edle Overbeck griff mit einer Schar gleichgesinnter Kunstgenossen aus die Ideale des Mittel- alters zurück und verband in seinen Werken tiefe Religiöfität mit deutscher Auffassung, womit er die Grundlagen einer neuen deutschen Malerei schuf, die in der Schule der Nazarener zu hoher Blüte Kam. Einer ihrer größter Meister ist der Historien- maler Joseph Führich, 1800—1876, dem nach seinen eigenen Worten „Religion, Kunst und Natur im Gemüte in unbestimmten, religiösen Schwingungen zusammenflössen" und der in seinen Bildern die ganze Macht, Tiefe und den Ernst einer großen, gläu- bigen KUnstlerseele zum Ausdruck bringt. Er ist mit zwei Bildern in der Galerie vertreten. — Eine hervorragende Stellung in der Malerei der Romantik nahm die Düsseldorfer Schule ein, deren Künstlerische Bedeutung zwar weit überschätzt wurde, die sich aber wegen des romantischen, sentimentalen Charakters ihrer religiösen Malereien eines großen Erfolges erfreute. Unter ihre Hauptvertreter zählt Andreas Müller, erst Genremaler — aus dieser Zeit stammt das Bild „Der Blumenfreund" — hernach zur religiösen Malerei übergehend? aus dieser Zeit wurde „Das Christuskind" für die Galerie erworben. Die romantische Epoche war ein überaus fruchtbares Künst- lerisches Zeitalter, in dem au fast allen Kunststätten Europas die ueudeutsche Richtung eine blühende Pflege fand. In Wien war der leidenschaftliche Naturmaler Ferdinand Waldmüller tätig, der auch ein liebevoller Schilderer des BolKslebens war und
        

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