30 - schauungen in der Kunst, dessen Leben in tiefer Tragik endete, hat sich bei vierzigmal selbst porträtiert nnd eines der besten Selbstbildnisse, voll Lebensfreude gemalt, hat bereits Fürst Wen- zel sür die Sammlung erworben. Der regierende Herr vermehrte den Bestand um drei neue, aus der Frühzeit des Meisters stam- mende Bilder,- um das Bild der Schwester Rembrandts, Lysoeth Harmensdochter, das inzwischen aus der Galerie ausgeschieden wurde, um das Bild „Rembrandts Schwester bei der Toilette", seiner herrlichen Lichteffekte wegen eine typische Schöpfung des großen Meisters des Helldunkels, das dritte Bild ist die Darstellung einer Dame „Die Frau des Offiziers" mit Perlen- schmuck und Federn im Haar. Der bedeutende Rembrandt- Schüler Nicolas Mcres übertönte seine Bilder mit einem fein abgestuften, tiefdurchleuchteten Helldunkel, warmes, goldiges Licht durchleuchtet seine fein aufgefaßten Kompositionen aus dem Leben des holländischen Bürgerhauses. „Die Spitzenklöpp- lerin", die heute ebenfalls nicht mehr der Galerie angehört, mag Maes ruhig neben die Schöpfungen seines unsterblichen Lehrers stellen, während er in einem zweiten Bilde, ein junges Ehepaar darstellend, nicht zu seinem Vorteil die Bahnen Rembrandts ver- lassen hat. Gleichfalls ein Rembrandtschüler ist Jan Victors. Das Bild „Der blutige Rock" ist eine Darstellung jener biblischen Szene, wie der Bote dem greisen Jakob und feiner Frau Rachel das blutdurchtränkte Oberkleid des angeblich von einem wilden Tiere zerrifsenen Sohnes Josef bringt. Voll ergreifender Tragik und im typischen Helldunkel der Rembrandt-Schule ausgeführt, gehört es der besten Schafsensperiode des Künstlers an. Holländisches Sittenbild. Unter den Darstellun- gen der holländischen Schule war in der Galerie besonders das holländische Sittenbild in reicher Ausmahl vertreten, zu der der Fürst einige prächtige Stücke erworben hat, so von Hendrik Gerritz Pot und Jan Steen, beide Meister in Komposition und Kolorit,
        

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