- 26 - men für ihre Aufstellung gefunden, wo sie im Vereine mit den bereits früher vorhandenen Meisterwerken den unvergleichlichen Zauber der italienischen Renaissance offenbaren und den Besucher in jenes für die schönen Künste äußerst fruchtbare Zeitalter der Medici hinllberleiten, als Florenz die Seele Italiens war, Cosimo von Medici jedem Mann von Talent sein Haus offen hielt und als freigebigster Förderer der Kunst und Wissenschaft glänzte, als Lorenzo de Medici — die Geschichte gibt ihm den Beinamen II wÄgnilieo, der Großmütige — eine Schnle der Antiken errichtete und die große Seele Michelangelos das geistreiche, glänzende Leben des florentinischen Fürslenhofes durchleuchtete. Ist es nicht eine Huldigung über Raum und Zeit hinweg an das Mäzenaten- tum der großen Geister, wenn Michelangelo Buonarotti an seine große Freundin Vittoria Colonna das Sonett richtet: Von eines Menschen Form den Geist erfüllt Beginnt, was vor den innern Blick getreten, Der Künstler als ein erst Modell zu Kneten In schlechtem Ton, der Kaum die Form enthüllt. Doch dann in Marmor, langsam, Schlag auf Schlag, Lockt die Gestalt der Meißel aus dem Steine, Damit sie rein, wie er gewollt, erscheine Und neu beseelt erblickt sie so den Tag. So ich, wie ich zuerst war, nur mein eigen Modell; durch dich erst, Herrin, umgeartet, In höherer Vollendung mich zu zeigen. Bald gibst du zu, was fehlt; dann wieder waltest Du scharf wie Feilen; aber was erwartet Mein wildes Herz, wenn du das umgestaltest? . . . A e l t e r e d e u t s ch e S ch u l e. In den geistvollen Essays „Dürer als Führer", versaßt vom Rembrandtdeutschen Julius Langbehn und seinem Gehilsen Momme Nissen, wird bitter da-
        

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