— 20 — werke und Gemälde schmückten nunmehr die prunkvollen Räume des neuen Palastes. Fast gleichzeitig mit dem Majoratspalais erbaute der Fürst den großartigen Palast in der Rossau, erst zum vorübergehenden Aufenthalt in den Sommermonaten bestimmt, später zur Aufnahme der Sammlungen. Bedeutende Meister schmückten ihn aus. Der Bologneser Historienmaler Marc An- tonio Franceschini, der Mailänder Andrea Lcmzcmi, der Vene- tianer Antonio Bellucci, Franz Michael Rottmayer ans Salzburg und der Jesuit Andrea dal Pozzo, letzterer bedeutend durch seine perspektivischen Deckenmalereien, und schufen teils durch Ölge- ,mälde,-teils durch die farbenreichen Fresken mythologisch-histori- schen Inhaltes in diesen schönen Räumen jene warme, andachts- volle Stimmung, die auf den Besucher einen tiefen Zauber aus- übt.- Wichtige Erwerbungen machte der Fürst von den Malern Johann KupetzKy, Georg Philipp Rugendas, Dieck van Valcken- borch und wahrscheinlich mich von. dem Tiermaler Franz Werner Tamm,. dessen Tierbilder und Blumenstücke ein dekorativ lebhast wirkender Schmuck der Galerie sind. Zu den eindruckvollsten Bildern gehört der acht Gemälde umfassende Decius-ZyKlus, die Darstellung vom Tode des römischen Konsuls Decius Mus, der -im Jahre 340 v. Chr. im Kampfe gegen die Latiner bei Cavua den römischen Waffen durch feinen Opfertod den Sieg gewonnen haben soll. Die Skizzen zu diesem Zyklus wurden als Vor- lage für Tapisserien von Rubens selbst entworfen und von seinem Schüler Anton van Duck uned anderen Mitarbeitern vergrößert -und - ausgearbeitet. Hans Adam erwarb wenigstens sechs von diesen Bildern aus Brüssel. Die Bemühungen seiner Vorgänger setzte F ü r st Josef Wenzel mit großem Kunstverständnis und in freigebigster Weise fort und legte den Grund für den Weltruhm der Galerie durch zahlreiche Erwerbungen erster Meister. In seinem Austrage malte der aus der berühmten schottischen Malerfamilie Hamilton stammende Philipp Ferdinand Hamilton mehrere der Galerie
        

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