- 161 Das besonders bergseits (sö.) noch in recht beträchtlicher Köhe angetroffene Mauerwerk der Amfassungs- und Zwischenwände ist sast durchwegs 60—65 cm breit aus ortsnahem Flyschgestein auf- gebaut und nach außen in regelmäßigen Lagen sauber verfugt, wie Abbildung 1 zeigt. Aber auch Tuffstein wurde herangezogen. Den vielfach auf- gefundenen keilförmigen Tuffstücken nach bestanden die Türwölbungen aus diesem Materials, das aber auch zur Llnterfangung der Wanne, zur Zwischenmauer bei dieser, (vergl. Profil 13 Äauptplan) und wohl für die Lieberkupplung der Apside benützt worden war. Die Fundamente waren bergseits doppelt gegen den Bergschub verstärkt, eine trainierte Llnterbettung (wie bei den spätrömischen Bauten Brigantiums) konnte der Verfasser nicht beobachten. Nach dieser kurzen Einführung in die Zweckbestimmung der Räumlichkeiten wendet sich das Interesse ihrer näheren Bekannt- schaft zu, soweit sie eben aus den wenigen Anhaltspunkten, die ver- blieben, noch zu ermöglichen war. Die zum Apoditherium führende Eingangspforte war mit ei- nem Steinplattenbelag mit Gußmörtelttberzug versehen, der sich noch erhalten hatte. Eine Stufe muß in den Auskleideraum ^ hinabge- führt haben. Der auffüllend längliche Raum (9.60 zu 4.20 m), offenbar auch zu gymnastischen Zwecken dienend, dessen Bänke wohl aus Äolz bestanden hatten, besaß einen fugenlosen Estrichfußbvden aus Kalkmörtel mit geringem Ziegelmehlzusatz von 12 cm Stärke, der auf einer 15 cm dicken, mit Ziegelresten untermischten Stein- schüttung gebettet war. Aus einer früheren Periode des Bades hatten sich sogar Reste von farbiger Naumausstattung erhalten. Der übliche 30 cm hohe rote Sockel und die schmalen Nahmenleisten, sl krescc» auf dem weißen Kalkmörtelverputz der Wände aufgetragen, waren allerdings das Einzige, was in Raum >̂ noch übrig geblieben. In späterer Zeit hatte der Raum eine wenig Sorgfalt und dürftigere Verhältnisse der Bewohner verratende Ausbesserung des Verputzes (Eingangsseite), wie zu beobachten war, erfahren. Der Fußboden des Raumes ^ war infolge des nachgiebigen Bodens bei der Aufdeckung teilweise eingesunken angetroffen worden. Vielleicht hatte hier das Gelände eine andere Zweckbestimmung im Zusammenhange mit einer älteren Periode der Villa gehabt.
        

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