- 151 - Am I. Juli 1812 erließ er folgenden Erlaß: An den Äochwürdigen Äerrn Pfarrer zu Schaan, Jakob Valetta und den dortigen Duxer Kapellenpfleger Parol: „Dem Amte liegt daran erläßlich zu eruieren: s) Welche Stiftungen und alljährliche bestimmte Schuldigkeiten jährlich von dem Duxer Kapellenvermögen bestritten werden sollen? b) Wieviel das Vermögen dieser Kapelle nach dem letzten Nech- nungsschlusse betrage und hinter welchen Schuldner als speci- iice versichert oder unversichert als Kapital oder ausständiger Zins hafte? Der Äerr Pfarrer werde demnach a6 s und der Kapellen- pfleger ad K dem Amte binnen 14 Tagen die erschöpfende Aebersicht liefern," Ein gleichlautender Erlaß erging an Äofkaplan Konstantin Steiger in Vaduz und den weltlichen Brudermeister Andreas Strub bezüglich der St. Annabruderschaft. Ebenso erkundigte sich das Amt über die Mariahilfbruderschaft in Balzers, über die Bruder- schaften in Triefen, Rosenkranzbruderschaft und Gallusbruderschaft. Beide Pfarrer, Mayer und Mähr, erklärten, diese besäßen fast keine Kapitalien. Das nämliche erklärte Pfarrer Zimmermann betreffs der Iosefsbruderschaft in Triesenberg. Statthalter Äelbling von Eschen schreibt, daß in Eschen eine Annabruderschaft bestand, aber sie sei seit 1810 aufgehoben, da niemand mehr eintrat. Das wenige Geld werde zu Iahrzeiten verwendet. Die St. Sebastiansbruderschaft in Nendeln besitze überhaupt kein Kapital. Das nämliche erklärte Pfarrer Kehle betreffs der Nosenkranzbruderschaft in Bendern. Mauren meldete, daß dort keineBruderschaft bestehe. In Eschen bestand auch eine Schützengesellschaft, welche ihr ganzes Vermögen, nämlich 116 Gulden abzugeben hatte. Am 26. Oktober meldete der Landvogt nach Schaan, daß die Kapelle auf Dux noch 2000 Gulden behalten dürfe, 4300 Gulden habe sie abzugeben. Die Annabruderschaft in Vaduz durfte 640 Gulden behalten, 919 Gulden erhielt der Schul- fonds. Dazu kam der strenge Befehl, über das ganze Gebühren all- jährlich Rechenschaft abzulegen und die Drohung, im Falle der Weigerung die ganze Stiftung aufzuheben. Der Schulfonds wurde also angelegt und der Fürst leistete, wie Schuppler berichtete, einen namhaften Beitrag. In Fortsetzung der Sorge für den Landesschulfonds befahl Schuppler am 27. Okto-
        

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