s hat gewiß einen besondern Reiz, der Entwicklung unseres Schulwesens nachzugehen. Wenn auch die Quellen der alten Zeit spärlich fließen, so bieten die neuen Zeiten soviel Stoff, daß der Schreiber dieses nur eine markante Zeit herausgreisen wollte, nämlich die Zeit des Landvogtes Josef Schuppler, welcher vom Jahre 1808 bis 1827 unser Land verwaltete. Die Belege sind dem Regie- rungsarchive entnommen (Akten Schuppler S. l), Volksschulen in unserem Sinne kannten Altertum und Mittel- alter nicht. Sie haben ein Vorbild in den Pfarrschulen der ersten christlichen Jahrhunderte, ja unter Karl dem Großen wurden soviele Schulen errichtet, daß man bereits daran dachte, sie zu einer Ein- richtung des Staates zu machen mit Schulzwang und Schulaufsicht. Im Mittelalter hatten die Stifte und Klöster ihre Anterschulen, die Städte ihre Schreibschulen, natürlich war der Besuch freiwillig. Durch die Beschlüsse der Kirchenversammlung von Trient erhielt die Volksbildung mächtige Impulse. Aber dann kam der 30 jährige Krieg und die Verarmung, welche die Volksschulung um Jahrhun- derte zurückwarf. Im 18. Jahrhundert erwachte die Volksschule wieder und zwar allenthalben in katholischen wie in protestantischen Landen. In katholischen Landen arbeiteten für sie die großen Pädagogen Felbiger und namentlich Amberg, bei den Protestanten Franke, Kecker, v. Rochow. In der Folge nahm sich die Staatsleitung immer mehr der Schule an, durch straffere Anziehung des Schulzwanges und durch Begründung der Volksschullehrerbildung. In Liechtenstein teilte die Volksbildung das Schicksal der Schule in allen deutschen Landen. Daß zur Zeit der Äohenemser und zur Zeit des 30 jährigen Krieges das Schulwesen darniederlag wird man begreiflich finden. In den spätern Jahren trat eine wesentliche Bes- serung ein. Edle Männer halfen auch den Gemeinden ihren Schul- fonds zu äufnen, damit sie ihre Lehrer entlohnen konnten. So stiftete der im Jahre 1692 gestorbene, um unsere Keimat hochverdiente Balzner Bürger, Valentin von Kriß, Pfarrer von Triefen, ein Stipendium von 2000 Gulden für Studierende und vermachte „zur Vergeltung der Liebe und Guttaten die er von seinen lieben Pfarrkindern empfan- gen" für die Kirchenpfrund und Schule in Triefen sein Äaus mit
        

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