— 13 - Der Klare Blick, der offne, richt'ge Sinn, Da tritt der Oesterreicher hin vor jeden, Denkt sich sein Teil und läßt die andern reden! O gutes Land! O Vaterland! Inmitten Dem Kinde Italien und dem Manne Deutschland Liegst du, der wangenrote Jüngling da; Erhalte Gott dir deinen Iugendsinn Und mache gut, was andere verdarben! — Das Haus Liechtenstein-Murau fand im Anfange des 17. Jahrhunderts ein glanzloses Ende. Die österreichische Linie blüht im jetzigen fürstlichen Hause weiter. Bereits unter den Babenbergern treten die Liechtensteine in der Geschichte auf. Heinrich I. von Liechtenstein, der Freund Friedrichs des Streitbaren, besiegte 1245 die heid- nischen Preußen bei Thorn und im folgenden Jahre die Ungarn unter Bela IV. an der Leitha, fein S o h n H e i n r i ch II. Kämpfte in der Schlacht auf dem Marchfelde an der Seite Rudolfs von Habsburg. Georg III. von Liechtenstein, Dompropst zu St. Stephan und Kanzler der Wiener Universität, später Bischof von Trient, spielte infolge feiner Streitigkeiten mit Herzog Friedrich III. von Tirol eine beachtenswerte Rolle in der Zeitge- schichte. Karl I. von Liechtenstein, welcher in der be- wegten Zeit vor dem Dreißigjährigen Kriege als Obersthosmeister Kaiser Rudolfs II. und als Landeshauptmann von Mähren eine tiefgehende staatsmännische Tätigkeit entfaltete, erhielt von diesem nebst einem mit vielfachen Privilegien ausgestatteten Pa- latinatsoriese 
für sich und seine Nachkommen in der Linie der Primogenitur den Titel „Hoch- und Wohlgeboren". Damit war der Anspruch auf die Erhebung in den erblichen Fürstenstand gegeben, welche in der Folge auch tatsächlich von Kaiser Mathias, damals noch König von Ungarn, nm 20. Dezember 1608 an Karl I. von Liechtenstein erfolgte; eine weitere Auszeichnung des Kaisers bestand in der Verleihung des erledigten Herzogtumes Trovpau,
        

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