m das Jahr 1250 siedelten sich in Graubünden, im Sargan- serland, am Triesnerberg, im Oberrheintal, im Montavon und im großen und kleinen Walsertal viele Leute aus dem Ober- wallis an, die daher Walliser oder Walser vom Volke genannt wurden. Anlaß zur Auswanderung gaben innere Verhältnisse, wahr- scheinlich Aebervölkerung in den wenig ertragreichen, wilden Tälern des Oberwallis, dann auch die beständigen Fehden der Herren, Naturereignisse als : Aeberschwemmungen und Bergstürze. Noch jetzt lebt im Wallis die Ueberlieferung fort, daß gewisse Dörfer unter Bergstürzen begraben worden, und die Bewohner ausgewandert seien. Noch im 17. Jahrhundert kam eine solche Auswanderung vor, weil das wenige Land eines Dorfes überschüttet wurde. Bergmann meint, Barbarossa habe die ersten Deutschen in das romanische Gebiet berufen, um die Äeeresfahrt der Deutschen zu erleichtern. Die Vorfahren dieser Auswanderer waren Jahrhunderte vor- her aus dem Berner Oberland über den Grimselpaß ins Oberwallis eingewandert. Sie waren deutsche Alemannen und sie verdrängten die romanisch-französische Sprache der uransäßigen Bewohner mit der Zeit bis ins Anterwallis hinab. Sicher ist, daß sie das Recht der freien Auswanderung be- saßen. Sie waren nur Lehenleute, die auf Lehengütern des Bischofs von Sitten saßen, auch für ihn in den Wildnissen des Oberwallis neues Rodeland schufen. Bemerkt muß ferner werden, daß zwischen dem Wallis und Rätien ein uralter lebhafter Verkehr bestand über den Furkavaß und das Llrserntal, welches Tal von jeher zum Bistum Chur ge- hört hat. Den regen geistigen Verkehr mit Wallis beweisen die drei aus dem Wallis stammenden Aebte des Klosters Disentis in der ersten Äälfte des 13. Jahrhunderts. Es ist möglich, daß durch diese die Auswanderung ihrer Landsleute angeregt worden ist, denn die ersten Zügler kamen ja zu ihrer Zeit. Besonders begünstigt wurden die Walliser Anfiedlungen durch die Freiherren von Vaz und die Grasen von Werdenbcrg und Montfort. Auch die Bischöfe von Chur und die verschiedenen Klöster
        

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