- 109 - 1912 50,000 Stück 2-Kronenstücke 1914 75,000 .. 1 „ 1914 75,000 „ 2 „ 1914 10,000 ., 5 „ Es Kam der Krieg und mit ihm bald der traurige Fall der österreichischen Währung. Liechtenstein bekam das ganze Elend der Inflation zu spüren. Private und öffentliche Gelder im Be- trage von ungefähr zwanzig Millionen Friedenskronen waren fast ausschließlich in österreichischen Werten angelegt und gingen restlos verloren. Ein Inflationsverlust von 2000 Friedenskronen pro Kopf der Bevölkerung! Es war ein schwerer, unfreiwilliger Tribut an die österreichischen Kriegslasten. Es war naheliegend, den Weg aus den unglückseligen Va- lutazuständen zum Schweizerfranken hin zu suchen. Ohne daß eine gesetzliche Unterlage vorhanden war, war der Schweizer- franken im praktischen Verkehr bald eingeführt. Zur gesetzlichen Einführung bemerkt Dr. Landmann in Basel in seinem Gut- achten vom 22. August 1919, daß der Uebergang Liechtensteins von der österreichischen Kronen- zur SchweizerfcanKenwährung Kein bloß währungspolitischer Akt darstellen würde. Er würde viel- mehr in seinen Konsequenzen bestehende, enge wirtschaftliche Beziehungen lockern und eine neue Orientierung dieser Bezie- hungen anbahnen: nicht minder würden bestehende Verwaltungs- gemeinschaften durch die Währungsreform teils beeinträchtigt (so z.B. die Zollgemeinschaft nnd die Gemeinschaft der Verbrauchs- steuern) teils geradezu gesprengt (so z. B. die Gemeinschaft der Postsparkassa) werden und diese Neuorientierung der wirtschaft- lichen Verkehrsbeziehungen und Neuordnung einzelner Verwal- tungszweige würden sich, einmal vollzogen, in ihren Auswirkun- gen nicht auf das Gebiet der Wirtschaft und Verwaltung allein beschränken: Erwägungen der eben skizzierten Art, deren Trag- weite zur Zeit, so lange die Künftige staatsrechtliche Stellung von Vorarlberg noch nicht abgeklärt sei, genau nicht bestimmt werden
        

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