- 91 - welche die Konkurrenz mit dem Schulwesen der Nachbarschaft auszuhalten im Stande ist. Die bestehenden Schulhäuser wurden teils neu gebaut, so jene in Bcüzers, Triesenberg, Schaonwald, Nendeln, Schellenberg und Planken, teils erfuhren sie einen zeit- gemäßen Umbau. Während zu Mitte des vorigen Jahrhunderts die meisten Schulen einklassig, nur wenige zweiklassig waren, sind dieselben in allen größeren Schulorten zwei-, drei- und vier- Klassig ausgebaut worden, Lehrer und Lehrschwestern sind seminaristisch gebildet und staatlich geprüft. Derzeit unterrichten 25 geprüfte Lehrpersonen ausschließlich der beiden Realschulen mit drei Lehrkräften. — Auch eigene Lehrbücher wurden einge- führt. Anfänglich wurden in den Oberklassen die biblische Ge- schichte von Christoph Schmid und der Katechimus als Lesebuch benutzt, in den Mittelklassen die moralischen Erzählungen von Jais, in den Unterklassen führte das „Namenbüchlein" in die Ansänge des Lesens ein, später Kamen für alle Klassen österreichische Rechenbücher und preußische Lesebücher in Verwendung, die vor- erst von österreichischen uud in der Folge von württembergischen Lesebüchern abgelöst wurden, bis 1907 mit der Herausgabe eigener Rechenbücher begonnen und sieben Jahre später eigene Lese- bücher eingeführt wurden. Bedeutungsvoll in der Geschichte des liechtensteinischen Schulwesens ist die 1858 erfolgte Gründung der Landesschule in Vaduz sowie die 1905 erfolgte Eröffnung der Sekundärschule in Eschen. Der fürstliche Jubilar empfing anläßlich seines Besuches in Vaduz im Jahre 1859 eine Lehrerdevntation und aus Anlaß sei- nes fünfzigjährigen Regieruugsjubiläums eine Vertretung der Lehrerschaft in Wien und hat der Entwicklung des Schulwesens in seinem Lande stets sein größtes Interesse entgegengebracht. Die beiden Kinderfeste, die anläßlich des vierzigjährigen und fünfzigjährigen Regierungsjubiläums Seiner Durchlaucht statt- fanden, waren nur eine schuldige Huldigung der Jugend des Landes an den hohen Gönner unserer Schulen und es soll
        

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