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89- 1929—52 DavidN.enn. Er war gegenwärtig, als Innrer Nig- noldt von Proßwalden auf Masescha einen Jahrtag stiftete (Geschichte von Triesen Seite 57). Seine Hinterlassenschaft von 399 Gulden teilten die beiden Pfründen. Er starb erst im Jahre 1693 und wurde in der Pfarrkirche zu Schaan bei- gesetzt. In dieser Zeit entspann sich ein 
Streit zwischen dem 
Lan- desherrn Graf Kaspar v. Hohenems und dem bischöflichen Ordinariate, über die Art der Uebertragung von Pfründen gräflichen Patronates, wie oben bereits erwähnt wurde. Unter dem 9. Juni 1639 berichtete der Triesner Pfarrer Balthcisar Mathis dem genannten Grafen, daß er vom Bischof eine ernstliche Citation nnd den Befehl erhalten habe, innert 36 Tagen mit 
dem gräflichen Prüsentationsbrief sich in Chur zu stellen und seines pfarrlichen Benesiziums In- vestitur und Confirmation in lorms juris abzuholen. Da aber der Landvogt Zacharias Furtenbach ihm gesagt habe, datz die Abholung dieser Investitur den kaiserlichen Privilegien des Grasen widerstreite, teile er dem Grafen diese Citation mit und bitte um Auskunft, wie er sich 
zu verhalten habe. Sollte diese Investitur auf des Grafen Gutheißen abgeholt werden müssen, die viel Geld kosten würde, dann müßte er aus die Pfarrei resignieren, da er bei den Kriegs halber so übel beschaffenen Zeiten die Mittel zur Bezahlung nicht hätte. „Sintemalen ein Pfarrer bei solchen Jahren mit dem dritten Teil des pfarrlichen Einkommens zu genügen, und Ich das Jahr mehrers vom meinigen als der Pfrund mich erhalten habe." Darauf schrieb der Graf dem Fürstbischof: „Mir berichte, der von mir belehnte Pfarrer Mathis, daß ihn Ew. Fürstl. Gnaden, weil er von mir nicht schriftlich präsentiert worden, A clivinis suspendiert worden habe, weshalb aoer für seine Psarrkinderosfenbar Seelengefahr daraus entspringen müsse. Nun wollte ich demGebrauch und Herkommen Ew.Gnaden und des Stifts nicht zuwider handeln. Weil aber dergleichen Prä- sentationen von mir und anderen Grafen des schwäbischen Kreises beim Stist Konstanz nicht geschehen sind, sondern es hei dem Examen und der Admission der Kurie des belehnten
        

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