Volltext: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein (1927) (27)

- 78 — doch das 5—6 Monate alle Kind ganz sichtbar lebend auf die Welt, wurde von mir getauft, worauf es gestorben ist. — Es sind auffallend viele plötzliche Todesfälle verzeichnet. Von 1817 an wurden die Vaduzer Leichen öfters in Vaduz beigesetzt. Ein Johann Massinger verschwand am 16. Juli 1817 und wurde erst nach 14 Tagen im Vadnzer Forst zu Schaan tot aufge- funden. Am 16. April 1818 starb Pfarrer Johann Durig am Nerven- fieber, dem im selben Jahre viele erlagen. Drei Wochen nachher, am 6. Mai starb im Alter von 66 Jahren der Schaaner Hofkaplan Franz Anton Spehler, beerdigt durch Dekan Mayer. In den Laternser Alpen starb am 6. September Jungfrau Franziska Maiser ab Planken. Laurenz Beck wurde am 17. Oktober 1819 auf dem Heuberg über Triesen tot gefunden und in Triesen begraben. In diesem Jahre starben aus der Pfarrei 41 Personen, davon 19 Kinder. Am 3. Juli 182«! starb des Landvogt Schupplers Sohn Eduard Alois. 1831 Als man in dem Pferdestall des Ferdinand Schlegel in Schaan tiefer grub, fand man die Gebeine von sieben Menschen, die in einem Sarge auf dem Friedhof begraben wurden. 1832 Der Dur-Metzner Anton Frick wurde im Walde von einem losgerissenen Stein am Kopf getroffen und getötet. l.^32 Der Jüngling Andreas Botz wurde im Walde durch eiuen fallenden Stamm tötlich verletzt. Dasselbe geschah dem Franz Jos. Thöny, der als Maurer im Pfeferser Bad durch den Einsturz des Gerüstes tötlich ver- wundet wurde. In diesen Jahren kamen plötzliche Todesfälle häufig vor. Gewöhnlich starben jährlich in Schaan und Vaduz je 21, in Planken 6 Personen, mehr als die Hälfte davon waren Kinder, deren Todesursache die „Eichter" waren. 1833 Witwe Kath. Hilty hat im Wald Buchnlltzchen gesammelt und ist von einem Stein tötlich getroffen worden. 1834 Der Jüngling Andreas Beck von Planken ertrank im Zürcher- see. als er am Ostermontag auf dem Rückweg seines Kirch
	        

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