/ Und einsam steh ich da; kein Garten mehr! Wo sind vie Bäumchen? Ich misse sie gar sehr, doch hal>' ins Herz ich tief sie eingegraben. Sie mögen draußen immer Frühling haben! Ich grüße sie von meinen stillen Höh'ru „Lebt wohl! Vergeßt micb nicht! Aus Wiederseh'n!" Glückauf den Männern und Frauen, die einen Mann zum Lehrer hatten, der an seinem Lebensabend mit dieser Herzens- wärme von und zu ihnen spricht! Dies Gedichtchen ist entnommen der Sammlung eigener 
Ge- dichte, die der Verstorbene anläßlich seines goldenen Priesterjubi- läums im Jahre 192K herausgab unier dem Titel' „Gedichte — alte und N!-ue — den Freunden zur Erinnerung an sein goldenes Priesterjubiläum gewidmet." Von der im Jahre l9l2 erschienenen Sammlung Liechten- steiner Lieder ist ein Großteil aus seinem Geiste und seiner Feder stammend Das von S. bischöfl. Gnaden Georgius von Chur uertonte Fürstenlied hat I. V. Büchel zum Verfasser; überhaupt find mehrere seiner Gedichte von einfacheren und namhaften Mu- sikern vertont worden. Der Komponist aber des prächtigen Liedes ,An die Heimat" ist kein Geringerer als unser großer Landsmann Jos. v. Rheinberger. Aus den allermeisten seiner Gedichte leuchtet hell die Liebe zu Heimat und Heimatvolk hervor, der Großteil verrät die Vorliebe für historischen Stoff. Die Krone dieser historischen Dichtungen jedoch, die den Ver- fasser nicht nur als Lyriker, sondern auch als Dramatiker, 
gründ- lichen Kenner unsere Geschichte und echten Patrioten kennzeichnet, ist sein Festspiel zur Zweijahrhundertfeier Liechtensteins vom Jahre l9l2. Als geistreicher. >n volkstümlicher Weise unterhaltender und unaufdringlich belehrender Reisefchriftsteller zeigte sich Büchel in seinen zwei im Liechtensteiner Volksblatt und als Broschüren 
er- schienenen Reiseschilderungen! „Ins 'schottische Hochland" und „Nach dem Süden". Des öfteren zeigte und erwähnte der Verstor- bene, wie ihn die schottische Reise anregte, manche unserer uralten Orts- und Flurnamen als keltisch zu erkennen bezw. anzuschauen, nnd nicht nur in dieser, sondern auch in der Schilderung der Reise nach dem Süden findet er immer und immer wieder Anhalts-
        

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