- 49 - Er wurde schon nach 4 Jahren (1768) Hofkaplan in Vaduz, wo er anno 1899 starb. 1768 März 3. Fürst Joseph Wenzel präsentierte auf die durch Be- förderung erledigte Kaplanei dem Bischof Johann Anton den Dionysius K i ß l i n g, der bis dahin Vikar in Flums gewesen war. Dieser verliest die Pfründe nicht, sondern hat sie bis zu seinem Tode (33 Jahre) inne gehabt, der am 1s. März 1801 eintrat. Der Hofkaplan Kistling reichte i. 1.1776 beim Ordinariate folgende Beschwerde ein. In Vaduz, in der Flur Ratitsch, habe seine Pfründe einen Weinberg, der laut Urbar 11 Vier- tel Wein jährlich an Zins einbringen sollte. Aber die Inhaber desselben haben seit Jahren keinen Zins mehr entrichtet trotz vielmaliger Aufforderung. Auch ein Gesuch an das Ober- amt um Hilfe, sei seit zwei Jahren noch unbeantwortet ge- blieben. Schon im Jahre 1627 sei dieser Opfermost saumselig entrichtet worden, da habe das Oberamt kein Bedenken ge- tragen, dem damaligen Kaplan Brandiser den Weingarten als Eigentum zuzusprechen. Auch Ende des 17. Jahrhunderts habe der damalige Kaplan Peter o. Parma den Weinberg in seine Verwaltung genommen. Nun sei die Lage wieder so. Seit 6 Jahren habe er keinen Zins mehr erhalten. Er bittet also um die Erlaubnis, den Weinberg in eigene Verwaltung zu nehmen, oder zu verkaufen. Der Bischof scheint die Angelegenheit mit dem Oberamt verhandelt zu haben, denn im Februar 1776 berief das letz- tere die Parteien zu sich und verhörte sie. Die Besitzer des Weinbergs entschuldigten sich mit den schlechten Weinjahren und dem völligen Abgang des Grundstückes. Die meisten ver- zichteten auf den ferneren Besitz desselben, nur der Florian Walser erklärte sich bereit, den Meinberg zu kaufen. Der Kaufpreis war 130 fl. Sosort wurde der Kaufvertrag ge- schrieben und unterfertigt. Der Bischof gab seine Einwilli- gung dazu. Vom 22. Sept. 1794 datiert ein revidiertes Urbarium dieser Kaplanei; unterschrieben von Fürstbischof Karl Rudolph.
        

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