- 44 VII. Die Schnaner Hofkapliine. Die Zunahme der Bevölkerung und die große Ausdehnung des Pfarrsprengels machte die Errichtung von Hilfspfründen in Schaan notwendig. Denn die Pfarrei umfaßte nicht nur Schaan, sondern auch Vaduz, Planken und den nördlichen Teil von Trie- senberg mit Rotenboden. In Vaduz an der Kapelle St. Florini waren zwar zwei, einige Zeit sogar drei Kapläne angestellt, die aber zur Mithilfe in der Seelsorge nicht verpflichtet waren und nur gutwillig da und dort aushalfen, besonders im Taufe'l und in der Kinderlehre der Vaduzer. In Schaan selbst bestand seit 
1482 zwar eine Kaplanei des Muitergottesaltars in der Pfarrkirche, aber auch diese Pfründe war keine Kurattaplanei, da mit ihr fast keine seeise/cglichen Pflich- ten verbunden waren. Darum gründete die Eeineinoe schon im Jahre 1503 eine zweite Kaplanei am St. Thoinasallar, die aus- drücklich eine Kooperatur sein sollte. Doch diese Pfründe scheint entweder nie zustande gekommen, oder später mit der ersten ver- einigt worden zu sein. Wenigstens der Kaplan Christian Bran- diser bezog i. I 1640 einen Teil seines Einkommens von der St. Thomas Kaplanei und hatte auch Pflichten von derselben über- nehmen müssen. Wir sehen von dort an die sog. Hofkaplüne in der Seelsorge beteiliget. Weil das Lehenrecht der ersten Kaplanei den Landesherren zustand, wurdeu diese Kapläne zum Unterschied von den anderen „Hoftttpläne" genannt, obwohl sie mit dem Hof nichts zu tun hauen'. Der erste Kaplan des Altars L.N.V. war der Stifter der Pfründe selbst, Jodokus Dietprecht, der zweite sein Mit- stisler Michael Quaderer 1468 Am 9. März 1468 präsentierte der Baron Wolfhart v. Bran- dis aus dem Schloß Vaduz für den Altar „Unserer Liebe» Frauen" in der Pfarrkirche St. Laurentii nach dem Tode des bisherigen Inhabers Jodokus Dietprecht dem Bischof Ortlieb den M i ch a e l Q u a d e r e r. (Perg. Orig. bisch. A.) und am 1499 Dez. 11. (Mittwoch nach St. Nikolaus) nach dem Tode des Michael Quaderer präsentierte der Freiherr Ludwig von
        

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