- 31 — zu Chur und ire nachkamen mir obgenanten Graf Heinrich und Frow Katharina v. W. miner elichen Frowen ietz und Hinanhin alle Jar ein ewig Jarzit han und das began allrveg uf St. An- tonientag mit zwölf Messen und mit ander gefügniß, so darzu gehört nach iro ordnung, als ire Jarzitlmch wiset und sait, und diewil wir lebent die zehen Messen unser liben Frowen ze lob, und die zwo Messen in St. Antonien ere, und wan wir von todes wegen abgegangen sind, so sont sy es began mit acht seel- messen und die vier unser lieben Frowen und Sant Antonin ze lob und uns ze tröst." Auch schenkte der Graf dem Domkapitel für die Früchte aus den Eigengütern Zollfreiheit für alle Zeiten. Zu mehrerer Sicherheit hat der Traf seinen „lieben Herrn und Bruder" Bischof Hartmann von Chur und seinen Vetter Graf Hans v. Sargans gebeten, daß sie auch ihr Siegel an diesen Brief hangen. Dieser schließt mit den Worten! "Dieselben unsre aigen Insigel wir Hnrtmann, von Got- tes gnaden Bischof ze Chur, und ich, Graf Hans v. Werdenberg, Herr ze Sargans, von siner bett wegen und wana er och diß sach göntzlich mit unserm willen getan und volführt hat, als es jetz und hiernach wol kraft hat und han mag, ofsenlich gehenkt babint an disen brief. Der geben ist zu Fadutz an dem nächsten Sams- tag nach sant Mathiastag des hl. zwelfboten in dem Jar, do man zalt von Christus geburt tnsend drü hundert nüntzig und im fünften Jar." (28. Februar 1395). IV. Das Verhältnis zwischen dem Pfarrer von Schaan und dem Domkapitel. Die Pfarrpfründe in Schaan ist dem Domkapitel inkorporrent. Das Domkapitel ist der eigentliche Pfarrer von Schaan und der Geistliche, der die Pfarrei verwaltet ist der Vikar des Kapitels. Er übt zwar alle pfarrlichen Rechte aus, hat auch alle pfarrlichen Pflichten, aber wirkt nur im Namen und Auftrag des Kapitels. Das Kapitel hat auch das unumschränkte Wahlrecht auf diese Pfründe; es prä- sentiert dem Bischos den gewählten Vikar und erhielt vom Bischof die Jurisdiktion, wie die andern Seelsorger.
        

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