— 28 - Herrschaft als dem Patron nicht nur jederzeit in baulichen Ehren erhalten, sondern auch zur Abhaltuug der hl. Messen, die dort wöchentlich einmal vermög alten Herkommens von einem Hofkap- lan bei St. Florin zu Vaduz gelesen werden sollen, teils aus den eigenen wenigen Einkünften und teils aus dem landesfiirstlichen Aerar mit allen notwendigen Pcira'mente,". versehen worden. Seit einigen Iahren aber wird diese Kirche so vernachlässigt, daß mni? wegen Abgang der Fenster, die bereits ganz zerfallen und fast ganz offen stehen, wegen des eindringenden Windes bei der Messe die Kerzen nicht brennend erhalten kann. Auch das 
Dach ist so schlecht, das; der Regen aller Orten bis zu den Altären dringen kann, so dasz bald der Einsturz des Gewölbes zu 
befürchten ist. Beim Oberamt ist von Seite der Gemeinde öfters die Bitte um Abhilfe vorgebracht worden, aber immer umsoust. Da es der Gemeinde sehr daran liegt, die Kirche zu erhalten, und damit auch die wöchent- liche Messe, zu der das Volk zahlreich kommt, auch für den Fall, daß die Pfarrkirche einmal nicht benützt werden könnte; darum richten Pfarrer und Gemeinde an den' Bischof die Bitte, das Oberaml anzuweisen, die Reparatur der Kirche ungesäumt vor- nehmen zu lassen. „(Unterschrift von Pfarrer I. A. Orsi v. Reichen- berg, Landammann Lorenz Tschetter un) Alex. Frick.)" Das Gesuch scheint Erfolg gehabt zu haben; denn am 9. März 1810 berichtete die fürstliche Kanzlei an das Vaduzer Oberamt, dich Se. Durchlaucht der Schaaner Gemeinde den Ueberschuf; der Reparationskosten für die Kapelle per 52 fl. nachsehe. 
Der Fürst hatte nämlich 150 fl. bewilligt, wenn die Gemeinde die Zufuhr der Materialien und die Frohnden übernehme. Die übrigen Aus- lagen 
beliefen sich nur auf ca. 100 fl. Die Kapelle brannte im Jahre 1849 zumteil ab, wurde aber im Jahre 1851 durch freiwillige Gaben soweit hergestellt, daß wie- der Gottesdienst darin gehalten werden konute. Im Jahre 1852 wurde das Türmchen errichtet und wurden Glocken angeschafft. Dazu leistete die Pfarrkirche 600 fl. Pfarrer Carigiet hatte sich auch an die Herren in Thur u'N einen Beitrag gewendet. Eine letzte Renovation erfolgte in der allerneuesten Zeit, bei der das Alte leider nicht geschont wurde, wie schou erwähnt wor- den ist.
        

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