— ?7 - Graf Rudolf von Sulz, dessen Mappen die Südwand der Ka- pelle ziert, lieg um 1520 einen Cyklus Freskomalereien in derselben anbringen, die in jüngster Zeit leider überstrichen worden sind. Eraf Alwig von Sul? gab i, I, 1565 als „Kollatcr und Lehensherr der St. Peterspfrund in Schaan" einigen Balznern die zu dieser Pfründe gehörigen Güter in Valzers auf 25 Jahre zu Lehen gegen einen Ehrschatz von 25 Pfund Pfg. und einem jähr- lichen Zins von 7 Schüsseln Korn. Anno 1616 nahm Andreas Schierser von Schaan bei der St. Peters-Pfrund und Kapelle 50 fl. auf. Unter dem 18. März 1792 richteten Pfarrer von Orsi und die Vertreter der Gemeinde Schaan ein Schreiben an den Vischos fol- genden Inhalts! „Mitten im Dorf befindet sich eine von Grund auf solid erbaute und mit einem schönen, dauerhaften und feuer- sicheren Gewölbe versehene, den hl. Aposteln Petrus und Paulus -gewidmete Kirche, die von urallen Zeiten her von hiesiger Landes- Er 
hatte in diesen 10 Jahren 193 sl. 12 kr. Einnahmen. Darunter waren viele Schmalzzinse von einer „eisernen Kuh". Ausgaben hatte er in dieser 
Zeit 1K0 sl. Darunter 
figurieren 2 Vazcn für die Anbringung eines Storchcnnestes auf das Kapellendach. Solche Nester brachte man gerne auf den Kirchendächern an. Sie verkündeten Glück Auz dieser Rechnung ersehen wir, das; 
damals Z Pfund Psennig — I sl. 0 Kreuzer südd. Währung war, der Gulden 
zu 00 Kreuzer oder 17> B.,zen, der Bazcn ^ 4 Kreuzer 
g 3X> Pfg. Ein Psund Schmalz galt -I Kreuzer, die Masz Mein 4 Kreuzer, Toglohn für einen Manrer I» Kreuzer. Es wurde in diesen Jahren die Knpclle restauriert und eine neue Uhr angeschafft. Die Restauration kostete 
ca. 40 fl., die Uhr samt Zubehör und 
Arbeit 22 sl. Der Meszner 
hatte 2 fl. Jahresgehalt. An der Kapelleniilbe nahmen 5 Priester teil, die einen Trunk bekamen, ebenso wurde las Kerzengiesjen mit einem Trunk bezahlt. Zu den in der Rechnung erwähnten Geschlechtern, die jetzt ausgestorben sind, ge- hörten die von Fill in Balzers, die Ealander in Planken u.a. Das Ziffernblatt der Uhr malte der Meister Andreas aus Blumenegg für 3 Gulden. Seine zweite Rechnung legte derselbe Andreas Schierser im Jahre 1K24 ab vor dem Oberamt nnd dem Kaplan David Renn bei St. Florin. Da kostete das Psund Schmalz 10 Kreuzer. Bon 1021—24 hatte er ca. 77 sl. Gulden eingenommen 
und ca. 33 Gulden ausgegeben. Dem Ae>brauch von Schmalz und Wachs nach zu schlienen, muß damals in der Kapelle das Allerheiligste aufbewahrt und müssen viele Messen darin gelesen norden jein. Drei Nächte in jeder Woche wurde in der Kapelle ein Licht nnterhalten. Die Rechnung von I0>'>2 unterschrieben der Landvoat Jakob Fried- rich Pappus v. Tratzberg und (ausnahmsweise auch dessen Bruder Ka- nonikus Maximilian, Psarrer von Schaan) sowie die beiden Kapläne von St. Florin, Johann Frick und David Renn, die 
von 1061 die beiden Kapläne und der Landvogteiverwalter Christoph KöbeUe. Rechnungen sind vorhanden 
bis 1790. Später ging der Besitz dieser Kapelle an die Pfarrei Schaan über,
        

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