— 128 - In alter Zeit hatte ein See diese Dörfer getrennt, der nach und nach abfloß und das Riet zutage treten ließ. Dieses wurde von Schaan-Vaduz von obenher, von Eschen-Bendern von nntenher abgenutzt, ohne daß eine sichere Grenze gezogen war. Mit der Zeit wurde dann ein Teil des Nietes als Bannriet eingezäunt. Auf diesem Bannriet, das Privaten gehörte, hatten die vier Gemeinden im Frühling das Atzungsrecht; den übrigen Teil des Nietes benütz- ten sie nach Belieben genieinsam. Da mit der Zeit wegen dieser Be- nützung sich Späne erhoben, erfolgte 1422 der oben envühnte Schiedspruch. Derselbe bezog sich aber nicht auf das Vannriet. Da derselbe von der oberen Gemeinde auch auf dieses angewendet werden wollte, kam es zu neuer Zwistigkeil, zu langem Prozetz, der am 4. Mai 1799 
seinen Abschluss fand dadurch auch im Bannriet Marksteine gesetzt wurden. Vieh und Pferde dürfen von den Eschnerbergern nur unter dieser March, von den Schaunern nur ob derselben gehütet werden. Im Jahre 1481 wurde durch den Freiherrn Sigmund v. Brandts die Weidegrenze hinter Planken iin Streit zwischen Schaan-Vadnz uud Eschen-Bendern festgesetzt. Es wurden Mark- steine gesetzt und bestimmt: Was jenseits des Eudelaner Tobels liegt, soll denen von Schaan-Baduz,-das diesseits Gelegene denen von Eschen-Bendern gehören. Das oberhalb des Trojen (Weges) gelegene Gebiet nutzen beide Parteien geineinsam. Als im Jahre 1578 Eschen-Bendern wieder gegen Planken Klage führten wegen der Grenze hinter Planken auf Saroyen unterhalb Gudelau und auf Hanenboden, wurde der Spruch des Freiherrn Sigmund von 1481 erneuert. Leute vom Eschnerberg hatten auf dem Schaanerriet Müder getauft und zahlten sür dieselben keine Landessteuer. Als im Jahre 1626 die von Schaan-Baduz vou ihnen diese Steuer verlangten, protestierten die Käufer dagegen. Der Gras Kaspar v. Hohenems entschied dann, datz von jenen Mcidern, die von 1626 an gekaust werden, die Steuer zu zahlen sei, von den früher gekauften nicht. Im Jahre 1746 vereinbarten sich Schaan-Vaduz mit der Herrschaft Schellenberg wegen der Abzugsgebllhr. Darnach konnten gegenseitige Heiraten ohne Gebühr stattfinden; dagegen soll die Einkaufsgebühr in die Gemeinde und Alpen bleiben wie bisher. Der oben erwähnte Schiedsprnch von 1796 lautet im Wesent-
        

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