— I? — vermählte er sich mit der Tochter des kgl. bayerischen Landrichters Max Bach aus München, Anna Bach. In dieser edlen Tochter fand unser Professor eine seinem Charakter entsprechende Lebens- gefährtin, welche ihm in trener Anhänglichkeit ergeben war. 7 Kinder entsprossen der in jeder .Hinsicht glücklichen Ehe, 3 Knaben und 4 Mädchen. Ihre 
Namen sind Josef, Franz, Alois, Maria, Rosa Maria, Anna und Klara. Die gute Tochter Anna wnrde aber be- reits im blühenden Alter von dieser Zeitlichkeit abberufen. Die Tätigkeit des Professors Gaßner in Salzburg fand die volle Anerkennung seiner Vorgesetzten, so daß er im Jahre 1896 zum Landesschulinspektor der Volksschulen Salzburgs ausersehen wurde. Da aber erhoben sich die Liberalen des Kronlandes Salzburg, ein so klerikaler Mann dürfe nicht au die Spitze des Schulwesens gestellt werden und ihrem Treiben gelang es, die Ernennung rück- gängig zu inachen. Da aber Gaßner infolge eines Äalsleidens eine Professur schwer fiel, bewarb 
er sich um die Steile eines Bezirks- schulinspektors in Vregenz. Da wirkte er sehr segensreich in den Jahren 1897 bis 1901. Die Lehrer fandeil in ihm cinen besorgten und verständnisvollen Vorgesetzten und allgemein anerkannte man seine ersprießliche Tätigkeit. Eine außerordentlich schwere Aufgabe wurde Gaßner im Jahre 1901 vom !lnterrichtsminister >zartl zuge- mutet. Er berief ihn als Direktor der Staatsrealschule nach Görz, Diese Anstalt zählte 600 Schüler. Dazu erschwerten dem Direktor seine Aufgabe die leidigen nationalen Gegensähe. Die Parteikämpfe zwischen italienisch, slowenisch und deutsch wirkten lähmend auf den Schnlbetrieb. Trotzdem hielt Gaßner aus bis zum Jahre 1908 und war froh, als er in diefem Jahre die Leitung des neuen Staats- gymnasiums in Bregenz übernehmen konnte. Äier war der tüchtige Schulmann in seinein Elemente nnd unter seiner umsichtigen Leitung hob sich die Mittelschule in Bregenz in wissenschaftlicher 
und sitt- licher Beziehung. Im Jahre 1915 zog sich Direktor Gaßner in den wohlverdienten Ruhestand zurück und verlebte seinen Lebensabend in Innsbruck. In Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm bei diesem Anlasse der Titel „Negierungsrat" verliehen. Anser Landsmann hing trotz seiner Angehörigkeit zum öster- reichischen Staatsverbande treu am angestammten, kleinen Äeimat- lande. Des öfter» kam er nnd seine Familie zu Bruder Ferdinand nach Schaan oder zn Bruder Gottlieb nach Triesenberg. And sie gefielen allgemein ob ihrer Leutseligkeit und Herzlichkeit im Verkehr
        

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